Eine jahrelange Forderung von Umweltverbänden, Umweltmedizin und Baubiologie nach mehr Sicherheitsforschung im Bereich der Nanotechnik soll mit einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums,
der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und BASF in einem umfassenden Forschungsprojekt umgesetzt werden.
Ziel der Studie ist es, fundierte Aussagen über die Langzeitwirkung verschiedener wichtiger Nanomaterialien treffen zu können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Untersuchung von Wirkungen im Bereich niedriger Belastungen, die für den Arbeitsplatz und die Umwelt eine große Bedeutung haben.“
Diskussionsbeiträge zum Thema Nanotechnik
Dies sind nun meine 6. WaBoLu -Tage im Umweltbundesamt in Berlin. Wie gewohnt gibt es wieder viele neue Informationen zur Innenraumhygiene. Schwerpunkte bilden:
Nanopartikel
Radon
Bauschäden mit anschließenden Beschwerden und zu hohen Lösemittelkonzentrationen
Da ich mich zum Twittern entschieden habe, kann man die Zusammenfassungen unter meinem Konto@peterbachmann in Twitter nachlesen. Es freut mich, dass meine Kollegen aus der Technik (Dipl. Ing. Jürgen Paul und Dipl. Geog. Anne Böhringer) mich begleiten. Es ist immer wieder schön viele Experten zu treffen und offene Fragen klären zu können.
Vielen Dank an alle Produktpartner, die sich an der NordBau vom 6. – 11. September in Neumünster beteiligen. Mein Dank gilt aber auch den Partnern, die gerne daran teilgenommen hätten, eine Realisierung in diesem Jahr aus unterschiedlichsten Gründen aber nicht möglich war. Das Sentinel-Haus Institut versteht seine Aufgabe auch darin vielfältige Angebote zu bieten, von denen sich jeder Partner die auswählt, die für ihn passend erscheinen.
Für das von Olaf Peter (Hamburg) geleitete Projekt konnten wir nahezu 2/3 der Produktpartner zum Mitmachen gewinnen. Darauf sind wir sehr stolz und spürten dabei bereits im Vorfeld einen wunderbaren Teamgeist. In den nächsten 4 Monaten wird der Messeauftritt mit den Beteiligten bis ins Detail geplant. Die Krönung werden dann die Messetage sein, zu denen alle (ob beteiligt oder nicht) sehr herzlich eingeladen sind. Wir freuen uns bereits heute auf unvergessliche Tage und eine Aufmerksamkeit weit über das Netzwerk von SHI hinaus.

Fermacell Niederlande
Heute durfte ich in einem intensiven Workshop bei Fermacell in den Niederlanden über das gesunde Bauen referieren. Im Anschluss haben die 20 Mitarbeiter sich mit vielen guten Fragen befasst.
Was ist gesundes Bauen in Europa? Was ist in den vergangenen Jahren in Deutschland hierzu passiert? Welche Argumente gibt es für ein Produkt wie die Fermacell greenline?
Jetzt haben wir über verschiedene Maßnahmen gesprochen, welche das gesunde Bauen und das Sentinel-Haus Konzept in die Niederlande bringen könnte. Hierzu später mehr!

Diskussion zu dem Fachbuch "Mit Sicherheit gesund bauen"
Zuerst haben wir eine beeindruckende Zahl von Prüfzeugnissen bekommen und dann haben Olaf Peter und ich mit 8 leitenden Mitarbeitern von Tremco Illbruck über den Wachstumsmarkt des gesunden Bauen und Modernisierens diskutiert. In den vergangenen Monaten nimmt die Nachfrage bzgl. Strategieetwicklung der Industrie und des Handels sehr stark zu. Hierbei stellt unser Sentinel-Haus Institut das geballte Wissen der letzten Jahre komprimiert zur Verfügung!
Gerade Produkte wie Kleber, Silikon und Acryl sind im gesunden bauen und moderisieren immer wieder problematisch. Umso mehr freuen wir uns wenn Hersteller aus diesem Bereich ernsthaft eine Produktoptimierung und Produktkontrolle umsetzen.
Gefallen hat mir die konstruktive und auch kritische Diskussion aller Mitarbeiter. Jetzt bin ich sehr gespannt wie Tremco Illbruck mit dem Thema weiter vor geht!

Dipl. Ing. Jürgen Paul führt durch den Tag
Unser technischer Leiter Jürgen Paul freut sich schon zur Mittagspause, dass sein Tagesziel schon erreicht sei! An dieser Stelle nochmals vielen Dank an unseren technischen Expertenkreis (Dipl. Ing. Christine Overath, Dipl. Ing. Beatrice Kopff, Dipl. Ing. Olaf Peter, Dipl. geo. Anne Böhringer, Dipl. Ing. Jürgen Paul, Dipl. Holzwirtin Susanne Gehrmann, Josef Spritzendorfer) für das wertvolle Wissen, welches wieder einmal zusammen getragen wurde um das gesunde bauen und modernisieren weiter zu optimieren. Gerade die Zertifizierung von Bestandsimmobilien, Baustoffsysteme als Systemprüfung und Qualitätssicherung waren aktuelle Themen.

Workshop für neue Auszubildende
Marc Schuh hat für unsere Bewerber einen spannenden Workshop organisiert. Dieser sollte die Möglichkeit bieten, dass man sich gegenseitig kennen lernt. Es war beeindruckend wie gut die jungen Bewerber auf unsere Fragen und Herausforderungen eingegangen sind. Ich bin gespannt wer seinen Weg zum gesunden Bauen im SHI findet!
Vor einem Jahr haben wir eine Ruine vorgefunden (siehe Blogbeitrag). Ein altes Berghäuschen im Schwarzwald, welches über viele Jahre verlassen war und leider völlig ohne Pflege dem Verfall überlassen war.
Die Idee war ein Modellprojekt für wohngesunde Modernisierung. Anfangs erschien es nahezu unlösbar aus Sicht der Kosten und auch der zeitlichen Ressourcen. Von Anfang an war klar, dass bei der Modernisierung nur wohngesunde Baustoffe verwendet werden dürfen. Zudem hat sich sehr schnell Klarheit darüber eingestellt, dass es für gute Baustoffe gute und qualifizierte Handwerker braucht. Planerisch wurde dies von zwei sehr engagierten Architektinnen zusammengeführt. Viele gute Baustoffe und Unterstützung haben wir vom ZBÖ erhalten
Die Handwerker
- Zimmermann Andreas Heizler für Dachstuhl, Decken und Holzsanierung
- Trockenbau und Stuckateur Volker Weismann
- Betonbau und Maurerarbeiten Wolfgang Heizmann aus dem Wittental
- Schreinerarbeiten von Frank Gassenschmidt
- Elektroinstallation von Ralf Dickert aus Ballrechten
- Wasserinstallation von Andreas Rohrer aus dem Attental
Die Architektinnen
Die Baustoffe

Fenster von Kneer, Dachschräge mit Fermacell, Giebel mit Kalkin von Baumit

Dachfläche mit Pavatex - Unterdach und pro clima - Unterdachbahn - Wienerberger Ziegel zur Scheune

Dachflächenfenster von Roto, Fassadenfenster von Kneer, Putz von Baumit - Kalkin, Trockenbau mit Fermacell greenline
Die Kosten für die Abschirmung einer Eigentumswohnung vor Hochfrequenzimmissionen können als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuer abgezogen werden. Die Klägerin machte bei ihrer Steuererklärung Aufwendungen in Höhe von 17.075 Euro für die Anbringung einer Hochfrequenzabschirmung zum Schutz ihrer Eigentumswohnung vor Radio-, Fernseh- und Mobilfunkwellen geltend. Das Finanzamt lehnte die Berücksichtigung dieser Kosten als außergewöhnliche Belastungen ab, da kein amtsärztliches Gutachten über die Notwendigkeit der Maßnahme vorgelegt worden sei und es sich allenfalls um eine vorbeugende Maßnahme handele. Der 10. Senat des Finanzgerichts Köln gab mit Urteil vom 08.03.2012 (Az. 10 K 290/11) der Klage der Wohnungseigentümerin statt. Eine Revision zum Bundesfinanzhof wurde nicht zugelassen.
Das Urteil hat für viel Aufsehen gesorgt, weil die Richter in der Begründung darauf verwiesen, dass der Nachweis der medizinischen Notwendigkeit nicht nur durch das Attest eines Amtsarztes erbracht werden kann. Zwangsläufig und damit steuerlich absetzbar seien nämlich nicht nur medizinisch unbedingt notwendige Aufwendungen im Sinne einer Mindestversorgung. Vielmehr fielen hierunter die Kosten aller diagnostischen oder therapeutischen Verfahren, deren Anwendung im Erkrankungsfall hinreichend gerechtfertigt sei. Zum Nachweis der Zwangsläufigkeit der Baumaßnahme reichten dem Gericht ein ärztliches Privatgutachten über die ausgeprägte Elektrosensibilität der Klägerin und das Gutachten eines Ingenieurs für Baubiologie über “stark auffällige” Hochfrequenzimmissionen im Rohbau der Eigentumswohnung aus.
Interessant dürfte nun werden, wie die Finanzämter und Gerichte auf die zu erwartenden Fälle reagieren, wo Menschen zu Recht nun ihre Aufwendungen zum Schutz vor Allergenen, Schimmelbefall, Radon oder einem Übermaß an Lösemitteln als steuermindernd geltend machen wollen. An der medizinischen Notwendigkeit dieser Schutzmaßnahmen kann es ja keinen begründeten Zweifel mehr geben!
In den letzten Monaten hat sich in den einschlägigen Portalen für Bauherren, Modernisierer und Investoren ein Wandel vollzogen, der umso erstaunlicher ist, wenn man, so wie wir, den Vergleich zur Vergangenheit ziehen kann. Beinahe überall wird der an Bau, Kauf oder Modernisierung Interessierte schon auf der entsprechenden Startseite auf mögliche Schadstoffe hingewiesen. Dabei geht es beileibe nicht nur um mögliche Probleme im Bestand, sondern auch um die richtigen Baustoffe oder das Qualitätsmanagement, z.B. das richtige Lüften. (weiterlesen …)