Der Blog zum wohngesunden Bauen

16. Januar 2013

Ein weiterer guter Partner für die Wohngesundheit

OWA

Seit 01.01.2013 ist die Odenwald Faserplattenwerk GmbH (OWA) neuer Produktpartner des Sentinel Haus Instituts. Auf der BAU wurde die Partnerschaft erstmals der Öffentlichkeit präsentiert . OWA mit Sitz in Amorbach im Odenwald produziert und vertreibt mit rund 450 Mitarbeitern in zahlreiche Länder Deckensysteme für abgehängte Decken im Innenausbau: Akustikdecken, Brandschutzdecken, Hygienedecken und viele andere mehr für jede Gebäudeart und jeden Gestaltungswunsch. Täglich werden mehr als 100.000 Quadratmeter hergestellt. Der führende Hersteller von Akustikdeckensystemen hat nun sein Produkt OWAcoustic prüfen lassen und ist mit diesem Produktpartner für Deutschland. “Abgehängte Decken sind wegen ihres direkten Kontakt zur Innenraumluft ein zentraler Bestandteil für gute Innenraumluft in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden. Und ein effizienter Schallschutz ist gerade in Kindergärten und Schulen, aber auch in Büroumgebungen ein wichtiges Element für gesundes Lernen und Arbeiten. Von daher freue ich mich sehr, unseren Partnern und Kunden nun auch in diesem Segment ein emissionsgeprüftes Produkt empfehlen zu können”, sagte Sentinel Haus Institut Geschäftsführer Peter Bachmann beim Treffen mit der Geschäftsführung von OWA.

2. Januar 2013

Erste Datenbank für wohngesunde Baustoffe und Projekte

Das Sentinel Haus Institut stellt auf der BAU 2013 die erste Datenbank für emissionsgeprüfte Baustoffe, wohngesunde Objekte sowie entsprechend ausgebildete Planer, Fachhandwerker und Experten für gesundes Bauen vor.

In Halle 5, Stand 200, stehen Testterminals zum Ausprobieren zur Verfügung.
Die internetgestützte Datenbasis wird Informationen zu gesundheitlichen Eigenschaften zahlreicher Baustoffe enthalten und vor allem über deren Emissionsverhalten Auskunft geben. Die von den Experten des Sentinel Haus Instituts geprüften Angaben stammen aus vertrauenswürdigen Zeugnissen anerkannter Prüfinstitute. Dies ermöglicht die sichere Umsetzung von Bauprojekten mit hohen gesundheitlichen Qualitätskriterien.
Zugang erhalten registrierte Nutzer sowohl über das Internet als auch direkt auf der Baustelle über eine geplante Smartphone-App. So können Architekten, Bauleiter und Handwerker vor Ort zum Beispiel die gesundheitliche Eignung eines Produktes überprüfen.

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30. Dezember 2012

Erneute Schadstoffprobleme mit Fußbodendämmung

Filed under: Allgemein,Gesundheit,Kindergärten & Schulen,Kommune,Neubau — Schlagwörter: , — Josef Spritzendorfer @ 14:40

Offensichtlich reicht ein Schadensfall nicht.

Praktische Erfahrungen mit Schadstoffbelastungen aus der Fußbodendämmung  durch Phernolharzplatten  hatte die Stadt Nürnberg  bereits in der Vergangenheit unter anderem  in einem Kindergarten in Boxdorf  (Pressemeldung vom 25.6.2012) gemacht – und ähnliche aber auch beim Einsatz solcher Produkte in Fassadendämmungen erleben müssen.

“Das 2-Chlorpropan dringt in diesen Fällen über Fensteröffnungen und kleinste Risse in den Wänden in die Klassenräume ein.”
Erneut wurden aber nun die gleichen Produkte in einem öffentlichen Gebäude eingesetzt – die Sanierung der
Dreifachturnhalle der Ludwig-Uhland-Schule mit Jugendtreff in Nürnberg dürfte eine halbe Million Euro kosten (Pressemeldung vom 27.12.2012). Wie in vielen Fällen hat sich hier bestätigt, dass schadstoffhaltige Dämmstoffe – selbst unter Estrich – in diesem Fall unter Gussasphalt -  durchaus massive Auswirkungen auf die Innenraumluft haben, und sogar nach Sanierung  (Entfernen der Platten) durch sogenannte Sekundärbelastungen noch immer Schadstoffe im Gebäude zurückbleiben.

Siehe dazu auch SHI Blog vom 6.7.2012

 

20. November 2012

Sind gesunde Lebens-, Lern- und Arbeitsgebäude 2013 wahlentscheidend?

Filed under: Allgemein,Kindergärten & Schulen,Kommune,Öffentlichkeitsarbeit — Schlagwörter: , , — Matthias Lange @ 10:51

“Wir fordern für Neubauten und Sanierungen von Kindertageseinrichtungen, Schulgebäude und öffentliche Gebäuden die Festsetzung klarer verbindlicher Grenzwerte für die Belastung der Innenraumluft mit Lösemitteln, organischen Verbindungen, Formaldehyd, Radon und CO 2. Beim Bau und der Sanierung von Gebäuden sind nicht nur ökologische und ökonomische, sondern auch die gesundheitlichen Belange der NutzerInnen zentral zu berücksichtigen. Auf Bundesebene und europäischer Ebene sollen die gesundheitsbezogenen Zulassungskriterien für Bauprodukte und Einrichtungsgegenstände verschärft werden. Den Verbraucherschutz wollen wir durch die Kennzeichnungspflicht von Baustoffen und Einrichtungsgegenständen bezüglich ihrer Schadstoffbelastung und ihres Emissionsverhaltens verbessern. Im Bereich der medizinischen und bauphysikalischen Forschung wollen wir die Erforschung der potentiellen Gesundheitsgefahren durch Schadstoffe in Gebäuden und mangelnde Innenraumhygiene verstärkt fördern.”

Wow! Wer schreibt das?  Der Allergikerverband, der BUND oder eine andere NGO? Nein, es sind die Grünen. Die oben zitierten Sätze stammen aus einem Antrag von Hans Christian Markert, Landtagsabgeordneter der Grünen in NRW und anderen UnterstützerInnen, der auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Hannover am vergangenen Wochenende den Delegierten vorgelegt wurde. Bei nur einer Gegenstimme und wenigen Enthaltungen stimmte die Partei für den Antrag und installierte damit erstmals das Thema Wohngesundheit in dieser expliziten Form im Programm einer Partei in Deutschland.

Schön ist dabei auch für uns die Tatsache, dass sich politische Arbeit lohnt. Schon 2011 war Peter Bachmann von Markert in den Düsseldorfer Landtag eingeladen worden, das Thema vorzustellen. Im Januar 2012 hatte die grüne Fraktion im Landtag von NRW den Kommunalpolitikern der Bundespartei einen Musterantrag bzw. eine Musteranfrage zur Raumlufthygiene zur Verfügung gestellt.

12. April 2012

Keine Schadstoffe in Möbeln und Spielzeug in Kölner Kindergärten

Filed under: Allgemein,Gesundheit,Kindergärten & Schulen,Kommune,Wissen & Literatur — Schlagwörter: , — Peter Bachmann @ 18:18

Der Deutschlandfunk berichtet in einem guten Beitrag zur gesundheitlichen Sicherheit der Kinder.

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30. März 2012

Stadt München veranstaltet Symposium zum gesunden Bauen, Wohnen und Arbeiten

Es freut mich sehr, dass die Stadt München nun eine sehr ansprechende Veranstaltung zum gesunden Bauen, Wohnen und Arbeiten veranstaltet!

Viele gute Referenten werden zu den aktuellen Themen Geruch, Recht, Baustoffzertifikate und vieles mehr vortragen.

Detaillierte Informationen: Flyer_GesundBauenWohnenArbeiten_10

17. Januar 2012

Musterantrag der Grünen zur Raumlufthygiene bei kommunalen Bauten

Filed under: Allgemein,Bestand & SanReMo,Kommune,Neubau,Recht,SHI & Netzwerk — Schlagwörter: , — Matthias Lange @ 15:11

Die Fraktion der Grünen im Landtag von NRW hat den Kommunalpolitikern der Bundespartei einen Musterantrag bzw. eine Musteranfrage zur Raumlufthygiene zur Verfügung gestellt. Mit der Anfrage können KommunalpolitikerInnen ihre Stadtverwaltung fragen, ob beim Bau neuer oder der Sanierung alter Gebäude im kommunalen Auftrag wohngesunde Baustoffe verwendet werden und auf den richtigen, sprich emissionsarmen Umgang damit geachtet wird. Mit dem Antrag können Kommunalpolitiker konkret fordern, die Stadt-/Kreisverwaltung zu beauftragen, »sämtliche Daten über Schadstoffe in öffentlichen Gebäuden für die Stadt/Gemeinde /den Kreis zu erheben, auszuwerten und – darauf aufbauend – entsprechende Maßnahmen vorzuschlagen, um zukünftige Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten so anzugehen, dass gesundheitsgefährdende Stoffe sukzessive aus den Gebäuden entfernt werden bzw. nur schadstoffarme Materialien verwendet werden.«

Die vom Landtagsabgeordneten Hans Christian Markert, Sprecher für Umwelt-, Verbraucherschutz- und Anti-Atompolitik in der grünen Landtagsfraktion, initiierte Aktion ist die Konsequenz aus der Veranstaltung »Tief durchatmen – Schadstoffarme Luft in Innenräumen«, an der auch das SHI teilgenommen hatte. Die Dokumentation ist hier zu finden. Informationen über die Anträge gibt Christine Zechner, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fraktion.

21. November 2011

“Tief durchatmen – schadstoffarme Luft in Innenräumen”

Filed under: Allgemein,Gesundheit,Kommune — Schlagwörter: , , — Peter Bachmann @ 20:38

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen veranstaltet am Montag, 28. November 2011, 13.00 – 17.15 Uhr im Landtag Nordrhein-Westfalen, Raum E1 D 05 eine Informationsveranstaltung zur Wohngesundheit und Innenraumhygiene. Es freut mich sehr, dass Christine Overath und ich als Referenten die Veranstaltung unterstützen dürfen!

Einladung 111128-Luft

17. November 2011

Missbildung bei Baby durch Schadstoffe in Behördengebäude ?

Zumindest titelt so die lokale Presse zum aktuellen Schadensfall Innenraumhygiene im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bitburg – eine Behörde u.a. zur Beratung landwirtschaftlicher Betriebe.

Die Odyssee beginnt dabei bereits 2010 als nur 6 von 100 befragten Mitarbeitern nicht über Beschwerden wie Augenbrennen, Hustenreiz, Hautprobleme, Übelkeit und Kopfschmerzen  – und über einen “seltsam fruchtigen Lösungsmittelgeruch aus dem Fussboden” - klagen. ( Presseartikel )

Anfang 2011 scheint die Ursache gefunden – Glykole die aus dem Fussboden kommen ( jedoch als hygienisch unbedenklich eingestuft wurden ). ( Presseartikel ).

Nach Bewertung der chemischen Aspekte kommt nun auch die finanzielle Seite ins Spiel – die Raumluftprobleme haben bis März 2011 die Umzugskosten bereits verdoppelt, da durch Gutachten und Raumluftreinigungsgeräte bereits ca. 50.000 € zusätzlich aufgebracht werden mussten. Und auch der Geruchsverursacher wurde gefunden – Diethylenglykolmono-butylertheracetat – vermutlich aus dem Fußbodenkleber des neuen PVC-Bodens in der Behörde. ( Presseartikel )

Nach Vorlage zweier Gutachten wurden diese Mitte 2011 einem Umweltmediziner vorgelegt. Dessen Auswertung zeigt die hohe Brisanz an. So ist von einer “unglaublich hohen und lang anhaltende Ausgasung” der beiden Glykole und “massiv erhöhten” Raumluftkonzentrationendie Rede.

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15. September 2011

Turnhalle Regensburg – wer ist schuld ?

Filed under: Kommune,Neubau — Schlagwörter: , — admin @ 19:07

Und wer zahlt die Zeche ?

Dies sind wohl die beiden aktuell wichtigsten Fragen, um die sich die Diskussion “Goethe-Turnhalle Regensburg” aktuell dreht.

So berichtet man mittlerweile von “schwerwiegenden Planungsfehlern und Planungspfusch” – vor allem nachdem nun auf der offiziellen Seite der Stadt Regensburg die Gutachten des Fraunhofer-Instituts frei verfügbar sind. Und in einem scharfzüngigen Gastbeitrag bei regensburg-digital legt ein Diplom-Ingenieur den Finger in die “Lüftungswunde”.

Sehr deutlich wird die mittelbayerische Zeitung in Ihrem Artikel vom 13ten September 2011.

Sie berichtet u.a. davon … “[...] Wenn Materialen falsch ausgeschrieben oder die Lüftung fehlerhaft konstruiert war, wird die Stadt nach eigener Aussage den Architekten ins Visier nehmen. Wurden falsche Materialen eingebaut, hätte der Bauunternehmer den Schwarzen Peter. Bei fehlerhaften Materialien könnte sich dieser aber seinerseits wieder an den Hersteller wenden. [...]“.

Nun fragt sich bei welchem am Bau Beteiligten der schwarze Peter hängen bleiben wird – medial gesehen haben alle bisherig Beteiligten nur verlieren können.

Weitere Artikel zur Goethe-Turnhalle finden Sie in unserem Weblog hier, hier, hier, hier und hier.

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