
Aufgrund der erfolgsorientierten Unterstützung von vielen Testnutzern aus dem Baugewerbe, Handel, Wissenschaft, Industrie und Planung wird das sentinel bauverzeichnis der breiten Öffentlichkeit im 4. Quartal 2013 mit den gewünschten und erforderlichen Optimierungsmaßnahmen zur Verfügung stehen.
So kann ein professionelles und mehrsprachiges Werkzeug allen Beteiligten am Bau die Dienste leisten, die heute für die Erstellung schadstoffarmer Gebäude gebraucht werden. Zurzeit werden täglich neue Baustoffe und Baustoffsysteme in die Datenbank aufgenommen und Fachkräfte gewonnen, die sich zum Thema Innenraumhygiene schulen und zertifizieren lassen, um anschließend in der Datenbank für die interessierte Öffentlichkeit gelistet zu werden. Somit steht noch in diesem Jahr ein Instrument zur Verfügung, welches die Umsetzung von Neubauten und Modernisierungen mit gesundheitlichen Anforderungen bezahlbar möglich macht. An dieser Stelle schon mal ein in herzliches Dankeschön an die Unterstützer und kritischen Nutzer!
Die Herder-Grundschule in Weißenfels wies bereits letztes Jahr eine erhöhte Konzentration an Naphthalin auf. Höchstwahrscheinlich ist dies verantwortlich für die berichteten Gesundheitsbeschwerden der Kinder, wie z.B. massive Kopfschmerzen, Übelkeit und Allergien. Aktuell werden die Bluttests der Lehrer ausgewertet. Oberbürgermeister Robby Risch lässt die Schule nicht schließen und steht jetzt mit Schulleiterin Felicitas Beutler und zahlreichen Eltern im Konflikt. Nachstehend der Artikel vom 26.04.13 aus der Mitteldeutschen Zeitung. Damit reiht sich leider auch dieser Vorfall in die zahlreichen Schadensfälle der Problematik der Innenraumlufthygiene ein.
Den Artikel findet man unter folgendem Link:
Mitteldeutsche Zeitung_Giftdaempfe_in_Weißenfelser_Grundschule
Gerne möchten wir Sie auf die anstehenden Roto-Fachhandwerkerschulungen aufmerksam machen, bei denen noch freie Plätze verfügbar sind. Handwerker können sich bei diesem Lehrgang zum zertifizierten Fachhandwerker für gesundes Bauen, im Rahmen des RotoCampus weiterbilden. Das Seminarprogramm beinhaltet eine Werksführung.
Seminarort und Termin
Bad Mergentheim, 16./17. Mai 2013
Bad Mergentheim, 20./21. Juni 2013
Bad Mergentheim, 04./05. Juli 2013
Teilnehmerzahl
mind. 5 – max. 18 Personen
Dauer
08:15 bis 17:00 Uhr (Tag I)
08:15 bis 13:30 Uhr (Tag II)
Seminargebühren
349,- EUR zzgl. MwSt.(ohne Übernachtung)
Weitere Informationen & Anmeldung
“Bei einem geschätzten Volumen von (global) 500 Mrd. US-Dollar ist der Markt für wohngesundes Bauen langfristig äußerst attraktiv”, so die Worte von Klaus Köpplin, stellvertretender Chefredakteur des Magazins “Trockenbau Akustik”. Wir alle wussten ja bereits, dass Wohngesundheit immer mehr an Bedeutung gewinnt, aber mit einer solch hohen Zahl hätte keiner gerechnet. In einem weiteren Artikel des Magazins wird ebenso von hohen Zahlen zu den Begriffen Formaldehyd (“mehr als 15 Mio. Treffer…”), Schimmelpilz (“…1,5 Mio. Treffer…”), giftige Holzschutzmittel (“…42.000 Treffer…”) und Gebäudeschadtstoffe (“…immerhin 32.000 Treffer…”) berichtet. Dies klingt vielversprechend und macht Lust auf mehr Wohngesundheit. Die gesammelten Beiträge findet man hier:
Vernünftiges statt Aufregendes (Vorwort von Klaus Köpplin)
Markt mit Risiken

Foto: Ulla Fuerlinger
Diese Frage stellt sich vielen Akteuren der Holzbaubranche, insbesondere nachdem es in den letzten Jahren sogar deutliche Hinweise darauf gab, dass bestimmte Holzwerkstoffe krank machen können. Die Universität Innsbruck hat ein neues Forschungsprojekt auf den Weg gebracht, bei dem die Raumluftqualität in zwei Holzcontainern über zwei Jahre getestet und mit der in zwei Stahlcontainerbauten verglichen wird. Das Forschungsprojekt namens BIGCONAIR verfolgt ehrgeizige Ziele: „Wenn es uns mit unserem nachwachsenden heimischen Rohstoff Holz gelingt, einen Beitrag für die Errichtung gesunder Infrastruktur zu leisten, so haben wir ein wesentliches gesellschaftspolitisches Ziel erreicht“, so der stellvertretende Tiroler Landeshauptmann Anton Steixner.
Details zu dem sehr spannenden Projekt unter der Leitung von Univ.-Prof. Michael Flach finden Sie hier.
Erhöhte Formaldehydwerte aus Akustikplatten sind die Ursache, daß 34 Schulcontainer in Wiesdorf (Leverkusen) geschlossen werden mussten.
Bislang hatte die Stadtverwaltung gehofft, dass sich die Container sanieren lassen. Nun steht fest: Die Sanierungsversuche sind gescheitert, in den Behelfsklassen werden keine Schüler mehr unterrichtet. „Der Formaldehydwert ist immer noch hoch“, sagt Verwaltungssprecherin Heike Fritsch. Außerdem sei davon auszugehen, dass der Wert im Sommer noch steige. Das Fazit aus dem Rathaus: „Die Container können nicht mehr genutzt werden.“ Als Quelle des Übels waren Akustikdämmplatten ausgemacht worden. Diese wurden zwar entfernt, das brachte aber nicht den gewünschten Erfolg.” Pressebericht
Damit bestätigen sich erneut die massiven Vorbehalte gegenüber Containern bezüglich deren Raumluftqualität als langfristige “Ersatzlösungen” für Kindergärten und Schulen – ebenso aber auch für Büroräume.
Am 19. April hält Peter Bachmann neben weiteren spannenden Beiträgen einen Vortrag zur Marktchance Wohngesundheit in der Villa Rothschild Kempinski in Frankfurt . Das Thema der Bautagung ist Nachhaltigkeit, sowie Trends und Zukunft der Baubranche. Zusätzlich findet im Rahmen dieser stilvollen Veranstaltung die Verleihung des Architektenpreises “Award für nachhaltiges Bauen Hessen + Thüringen” statt. Dabei werden die besten Architekten und deren Projekte zum Thema “Nachhaltigkeit – Trends und Zukunft der Baubranche” geehrt. Seit 2010 lobt Krieger + Schramm diesen Preis für nachhaltige Architektur aus. 2012 wurde das Preisgeld in Höhe von 5.250 Euro von der Dagmar + Matthias Krieger Stiftung bereitgestellt.
Themen:
- Dipl.-Ing. Architekt Michael F. Arnold
“Im Mittelpunkt steht der Mensch”
- Rechtsanwalt Michael Halstenberg
“Nachhaltiges Bauen – Zertifizierung, Vertragsgestaltung und Haftung”
- Peter Bachmann
“Marktchance Wohngesundheit”
- öbv. Sachverständiger Alexander Dupp
“Gebäudesicherheit bei Fenster und Türen”
Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der offiziellen Einladung.
Das Anmeldeformular zur Bautagung und zur Preisverleihung finden Sie hier

Die EXHAUSTO GmbH und das Sentinel Haus Institut, führender Anbieter wohngesunder Baukonzepte, haben auf der ISH 2013 eine Produktpartnerschaft im Bereich zentrale Lüftungsanlagen vereinbart. Damit decken die Partner gemeinsame Interessensbereiche im Bereich Innenraumhygiene ab.
„Mechanische Lüftungsanlagen spielen beim energieeffizienten Bauen eine zentrale Rolle für gesunde und behagliche Lebens und Arbeitsbedingungen sowohl in privaten wie in öffentlichen oder gewerblichen Gebäuden. Von daher freuen wir uns sehr, dass die EXHAUSTO GmbH und das Sentinel Haus Institut nun ihr Wissen und ihre Erfahrung in diesem Bereich gemeinsam nutzen“, sagte Jürgen Rösch, Leiter Produktpartnerbetreuung beim Sentinel Haus Institut.
Die Partnerschaft bezieht die Vermarktung und Weiterentwicklung zentraler Lüftungssysteme unterschiedlicher Leistungsklassen ebenso ein, wie den Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse und Praxiserfahrungen.
EXHAUSTO führt am dänischen Stammsitz eigene Produktentwicklungen durch und kooperiert als Sponsor intensiv mit der Raumklimaforschung an der DTU – Dänemarks Technische Universität, ICIEE (International Center for Indoor Environment and Energy) sowie mit der Raumklimaforschung der Forschungsgruppe für Raumklima und Energie am Institut für Bauwesen der Universität Aalborg.
(weiterlesen …)
Trotz wiederholter Warnungen von Umweltbundesamt, BUND ,Umweltärzten und anderen Institutionen wird nach wie vor – bei nicht ausreichender Risikoforschung/Abschätzung nach Mittel und Wegen gesucht, die Nanotechnologie verstärkt auch in das häusliche Umfeld einzubringen.
Die neueste Version (Presseaussendung vom 13.3.2013) ist die verstärkte Einbringung von Nanosilber auf Lichtschaltern, Türgriffen und anderen Gebrauchsgegenständen, um damit antibakterielle Effekte zu erzielen - offensichtlich ohne dabei die gesundheitlichen Risiken ausreichend zu berücksichtigen.
Heribert Wefers, BUND-Experte für Chemie und Nanotechnologie: “Die hohe biologische Mobilität von Nanopartikeln und die damit verbundenen Gefahren für Mensch und Umwelt sind nur unzureichend erforscht. Die Bundesregierung muss deshalb handeln. Es muss aufhören, dass die Hersteller mit unhaltbaren Versprechungen über die angeblich so tollen Eigenschaften von Nanomaterialien immer mehr riskante Produkte auf den Markt bringen.”
Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des BUND: “Solange die Risiken für Umwelt und Gesundheit ungeklärt sind, muss die Bundesregierung ein Vermarktungsverbot für Alltagsprodukte mit Nanosilber verhängen. Außerdem müssen alle Produkte, die Nanomaterialien enthalten, deutlich gekennzeichnet werden. Die Käufer von Nano-Produkten im Unklaren zu lassen verstößt gegen elementare Regeln des Verbraucherschutzes und gefährdet die Umwelt.”
ZItat aus der Presseaussendung Fraunhofer UMSICHT:
“In Oberflächen wie Türgriffen können auf diese Weise nach dem Herstellungsprozess nanoskalige Silberpartikel oberflächennah und materialeffizient eingebracht werden, wodurch die Vermehrung von Bakterien gestoppt wird.”
Mit Räucherstäbchen gegen Schimmel?
Beduftungen nehmen zwischenzeitlich ein nahezu unerträgliches Ausmaß an; wird aktuell doch tatsächlich in einer Schule – in einem Container! mit ohnedies zu hinterfragender Raumluftqualität (siehe hier ) versucht, bereits als “harmlos” eingestufte Schimmelbelastungen bzw. Schimmelgeruch mit” Vanilleduft” zu verdrängen.
Nicht berücksichtigt wird dabei, daß gerade solche Beduftungen für zahlreiche “Chemikaliensensitive” eine unerträgliche zusätzliche Belastung darstellen können – zusätzlich zu den ohnedies auf jeden Fall kritischen Schimmelbelastungen somit noch weitere Belastungen und damit gesundheitliche Risiken in die Räume eingebracht werden.Siehe dazu auch unsere Diskussionsseite der Sentinel Haus Stiftung e.V.
Link zum Pressebericht: http://www.ksta.de/odenthal/schimmel-vanilleduft-gegen-den-gestank,15189234,21969044.html