Erweiterungsbau einer Schule -
VOCS aus Lacken, Böden, Bauprodukten als “Melange” zu bezeichen ist sicher mutig; wir würden den Verantwortlichen eine Raumluftprüfung vorschlagen.
Bei zunehmenden Allergien und Sensitivitäten gegenüber Gerüchen und Chemikalien, alarmierenden Meldungen über Weichmachern in Kunststoffen und deren verheerenden Folgen, sollten vor allem Schulen und Kindergärten lieber möglichst “geruchsfrei” sein.
Zitat:
“Im Herzstück des Anbaus liegt jener typische Geruch in der Luft, der einem in jedem neuen Gebäude in die Nase steigt: eine Melange aus Holz, Lack, Farbe, Kunststoff und Putzmittel. Es riecht neu. Die Tische sind bereits geliefert, die bunten Stühle ebenfalls, auch wenn die meisten davon noch verpackt sind.”
Quelle
Am Dienstag, den 27.07.2010 lohnt es sich, mal fernzusehen:
ARTE Themenabend
-> ARTE 20:15 Uhr: „GIFT – Unser tägliches Risiko!“
-> ARTE 20:40 Uhr: „Schick aber schädlich“ ( Kleidung die uns krank macht)
-> ARTE 21:00 Uhr: „ Hauptsache haltbar!“ (Gift aus der Verpackung)
-> ARTE 21:30 Uhr: „Leben ohne Schadstoffe?“ (Das cradle to cradle-Prinzip)
Info hier
Wer dann noch kann, ist gut beraten, hier weiter zuschauen:
-> ARD 22:45 Uhr: „Let´s make money!“ (Eine Doku von Erwin Wagenhofer, Regisseur von „We Feed The World“)
Die Meldungen über Schadstoffbelastungen in Schulen reißen nicht ab; erneut wurden in einem Schulcontainer- dieses mal im Raum Köln – erhöhte VOC Emissionen (Toluol) festgestellt- mehrere Kinder klagen inzwischen über Übelkeit und Unwohlsein.
Wie üblich streiten sich nun Betreiber und Eltern über die Ursachen – vor allem aber auch über die Relevanz entsprechender “Grenzwerte”.
Mehr dazu hier:
Einen umfassenden Prüfbericht mit hervorragenden Emissionswerten für Kunststofffensterprofile erhielt heute der SHS e.V. von der Firma Profine GmbH – System Kömmerling 88 plus; geprüft wurde am WKI Braunschweig nach dem DIBT/AgBB Schema.
Vor allem für MCS Betroffene, Chemikaliensensitive Bauherren ist die Auswahl möglichst emissionsarmer, geruchsneutraler Produkte von größter Bedeutung – ein umfangreiches Produktangebot ist daher gerade im Bereich Fenster (bei Holzfenstern sehr oft Probleme mit den “Oberflächenbehandlungen” ) von höchstem Wert.
Heute wurde der Nutzungsleitfaden für Bezug und Nutzung eines wohngesunden Gebäudes auf der SHI-Homepage veröffentlicht. Hier werden kompakt Informationen zu Umgang mit Elektroinstallation, Schadstoffen, Reinigungsmitteln, Luftaustausch und anderen Einflussfaktoren zur Verfügung gestellt.
Eine hervorragende Resonanz erlebt der Sentinel-Haus Stiftung e.V. bereits in den ersten Gründungsmonaten; bei der wöchentlichen halbtägigen, kostenlosen Beratungshotline melden sich zunehmend mehr Interessenten, teilweise mit Einzelfragen zu Produkten, vor allem aber mit Problemen bei Allergien, MCS im Zusammenhang mit geplanten Baumaßnahmen.
Sehr viele Anrufer bewegen dabei aber auch rechtliche Fragen bei dieser “Verbraucherberatung”; nach wie vor sind offensichtlich auch eine große Anzahl von Anwälten noch absolut “nicht informiert” über die rechtlichen Konsequenzen von Schadstoffbelastungen in Gebäuden für Verarbeiter, Händler, Planer und Baustoffhersteller und Verbraucherrechte bei solchen “Schadensfällen”.
Bei den Produktanfragen stellt sich immer wieder heraus, dass der sehr hohe Sentinel-Haus Informationsstand zu Bauprodukten und deren Emissionsverhalten insgesamt bereits umfassend bekannt ist , erkannt und geschätzt wird; es ergeben sich aber aus den individuellen Beratungen immer wieder auch neue Fragen und Diskussionsbedarf zur gesundheitlichen Relevanz vieler Baustoffe und auch Produkten der Haustechnik.
Nanotechnologie wird heute kontrovers diskutiert: auf der einen Seite besorgte Verbraucherschützer, die bereits vom “Asbest des 21. Jahrhunderts” sprechen, auf der anderen Seite Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, die davor warnen, eine Schlüsseltechnologie (in der Deutschland zudem führend ist) kaputt zu reden. Mittendrin der Bürger, der nicht weiß, ob er sich vor seiner Sonnencreme oder seinem immer sauberen Auto nun fürchten soll. Was die Verwendung von Nanopartikeln in der Bauwirtschaft angeht, so hat Dipl. Ing. Corinne Ziegler vom Zentralreferat Gefahrstoffe der Berufsgenossenschaft Bau eine sehr gute Übersicht erstellt, die Sie hier herunterladen können. Hier wird für den Bauprofi sehr anschaulich erklärt, wo Nanomaterialien eingesetzt werden und wo die Gefahr der Freisetzung und damit einer Gesundheitsgefährdung besteht.
Wieder einmal präsentierte das Bauzentrum München ein Fachvortrag erster Güte zu einem aktuellen Thema. Im Zuge von EnEv, EEWärmeG und der DIN 1946-6 ist eine Sicherstellung der Mindestlüftung zur Abführung von Feuchtigkeit zu gewährleisten.
Viel zu wenig bekannt ist jedoch die Tatsache, dass es bei der Be- und Entlüftung von Wohngebäuden um ein sehr junges Thema in der Baubranche handelt.
Es liegen kaum Erfahrungswerte vor, die bisherigen Installationen stützen sich vorwiegend auf den Erfahrungen von Lüftungsanlagen im gewerblichen Bereich !
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Durch Intervention “verschiedener” Kreise wurde erneut die Nachweispflicht gesundheitlicher Unbedenklichkeit für Parkettbeschichtungen (Versiegelungen, Öle) im Rahmen einer bauaufsichtlichen Zulassung verschoben; statt wie angekündigt ab 1.März 2010 wird dies aller Voraussicht nach bis Ende 2010 “gestreckt”.
Offensichtlich haben viele Hersteller Probleme, die gewissenhaft erarbeiteten Standards einzuhalten.
Infos dazu: Link

OSB
Hier eine spannende Dissertation zu OSB – Platten
und eine spannende Diskussion in der Gruppe “Gesundes Bauen und Wohnen”
Berichterstattung im Holzzentralblatt
Kiefer ist nicht gesundheitsschädlich!
Die emotionale Diskussion zur VOC – Frage nimmt kuriose Formen an! Die aktuell veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Mersch-Sundermann wird nun von Experten und Laien diskutiert und in alle möglichen Richtungen je nach Wunsch interpretiert.
Zuerst ist aus Sicht des Sentinel-Haus Instituts fest zu stellen, dass in der Studie bisher lediglich das a-pinen betrachtet und gesundheitlich bewertet wurde. A-Pinen kommt aus der Kiefer und ist nur für einen ganz geringen Anteil von Menschen gesundheitlich problematisch. Von daher ist sicherlich Kiefernholz als Baustoff nicht zu verdammen! Jedoch ist und bleibt eine Aussage wie die folgende grundsätzlich problematisch: „ Kiefer ist gesund!“ Dies kann für einen Teil der Menschen gelten, für einen weiteren Teil sind die Emissionen aus der Kiefer neutral und einen ganz kleinen Teil ggf. allergisierend. Im Sinne des Holzbauunternehmens sollte vorsorglich keine Aussage wie die oben zitierte getätigt werden. (weiterlesen…)