Nach heftigem Widerstand der Industrie tritt mit Verzögerung zum 01.01.2011 die Änderung der Bauregelliste B Teil 1 in Kraft. Das klingt erst mal nicht sehr aufregend, ist aber ein fundamentaler Fortschritt für die Innenraumluft. Für die übliche allg. bauaufsichtliche Zulassung von Parkett und Holzfußböden werden nun zusätzlich die Grundsätze zur gesundheitlichen Bewertung der Emissionen von Bauprodukten in Innenräumen zugrunde gelegt. Damit muss ein Holzfußboden die Prüfung nach dem AgBB-Schema bestanden haben. Das gilt auch für die auf der Baustelle zur Beschichtung, Behandlung und Verklebung verwendeten Baustoffe.
Die Bauregellisten werden vom Deutschen Institut für Bautechnik veröffentlicht und gehören zum Bauordnungsrecht, haben also Gesetzescharakter. Damit sind Hersteller und Verarbeiter in die Pflicht genommen, ihren Kunden emissionsarme Böden abzuliefern.

Der Baustoffhandel Prof. Dr. Wirth/Dr. Kuffer
Ganz neu ist das Buch von Prof. Dr. Axel Wirth erschienen. Es ist ein Rechtshandbuch für die Praxis. Es freut mich sehr, dass ich an diesem Werk mitarbeiten durfte und hier im Buch 6 gemeinsam mit Prof. Dr. Wirth das Kapitel “Baustoffe und Innenraumluftqualität – Das Mangelrecht der Innenraumluftqualität” erstellen durfte. Es geht um die Grundlagen der Wohngesundheit, Behördliche Rahmensetzungen, Haftung aus Werbe- und Marketingaussagen und Konzepte für Qualitätssicherung in wohngesunden Gebäuden.
Wunderbar ergänzt wird dieses Kapitel durch die weiteren Kapitel “Der Architekt im Baustoffhandel” und Mängelhaftung des Bauunternehmers in Bezug auf Baustoffe.
Die rechtlichen Aspekte der Innenraumhygiene bekommen mit diesem Fachbuch einen Raum, welcher in Zukunft immer mehr Bedeutung erhalten wird.
Das Buch kann über den Handel unter der ISBN 978-3-17-020792-0 oder über das Sentinel-Haus Institut bezogen werden.
Am vergangen Do. und Fr. schulten Stefan Lapenat und Peter Bachmann mit tatkräftiger Unterstützung von Beatrice Kopff die Architekten und Bautechniker des Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeindeamtes München.
Insgesamt nahmen 15 Teilnehmer. bestehend aus den Architekten und Objektbetreuern des Kirchengemeindeamtes sowie Architekten und Ingenieure an der Schulung teil.
Hintergrund der Schulung:
Im Evang. Lutherischen Dekanatsbezirk München gibt es ca. 40 Kindergärten, die baulich vom Evang. Luth. Kirchengemeindeamt München betreut werden. Um das durchgängig hohe Qualitätsniveau – besonders im Hinblick auf schadstoffarmes Sanieren – weiter zu gewährleisten, wurden die technischen Mitarbeiter des Kirchengemeindeamtes und die an laufenden Projekten beteiligten Planer in einem internen Intensivseminar nach dem Sentinel-Haus Konzept geschult.
Wir vom Sentinel-Haus Institut freuen uns über die Engagement und die Vorreiterrolle des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks München, vertreten durch das Kirchengemeindeamt.
Am Dienstag, den 27.07.2010 lohnt es sich, mal fernzusehen:
ARTE Themenabend
-> ARTE 20:15 Uhr: „GIFT – Unser tägliches Risiko!“
-> ARTE 20:40 Uhr: „Schick aber schädlich“ ( Kleidung die uns krank macht)
-> ARTE 21:00 Uhr: „ Hauptsache haltbar!“ (Gift aus der Verpackung)
-> ARTE 21:30 Uhr: „Leben ohne Schadstoffe?“ (Das cradle to cradle-Prinzip)
Info hier
Wer dann noch kann, ist gut beraten, hier weiter zuschauen:
-> ARD 22:45 Uhr: „Let´s make money!“ (Eine Doku von Erwin Wagenhofer, Regisseur von „We Feed The World“)
Im Zuge der Wanderausstellung “Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen” veranstaltet von BAUnatour, hatte ich am vergangenen Samstag die Gelegenheit, im modernen Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing einen Vortrag zum Thema gesunde Bauformen und schadstofffreies Wohnen zu halten.
Die Teilnehmerzahl war aufgrund des schlechten Wetters kleiner ausgefallen als erwartet, jedoch bestand so die Möglichkeit in den direkten Dialog mit den Teilnehmern zu treten und diese aktiv in meinen Vortrag einzubinden.
Die Vortragsreihe am Samstag war eingebettet in eine mehrtägige Veranstaltung u.a. zum Auftakt der Bayrischen Klimawoche, welche am heutigen Montag startet.
Am 15.07.2010 fand in Berlin die Handwerkerschulung der Firma H+T Massivhaus und des Planungsbüro Oekia statt.
35 Handwerker aus allen Gewerken und zwei Baustoffhandelsunternehmen wurden von unseren Referenten Beatrice Kopff und Peter Bachmann in den Grundlagen der Wohngesundheit geschult.
Interessant war auch hier, dass sich die Handwerker nach den Gruppenarbeiten viele Gedanken darüber machen, was Sie zum Thema Wohngesundheit beitragen können. Fragen über Fragen entstanden, welche an einem einzigen Tag nicht beantwortet werden können.
Mit Herrn Manfred Scherzl von der Firma H+T Massivhaus und Dipl.-Ing. Matthias Friedrichs von der Planungsgesellschaft Oekia haben wir in Berlin zwei engagierte Partner gewinnen können, welche unser Netzwerk in Berlin/Brandenburg mit allen Kräften unterstützen.
Danke für diesen Einsatz.

Lachende Gesichter gab es bei der Vertragsunterzeichnung am Mittwoch im SHI-Büro. RAPID-FLOOR GF Karsten Meisel und SHI GF Peter Bachmann besiegelten die Partnerschaft zum 01.07.2010. RAPID-FLOOR gewährleistet mit seiner innovativen Estrichtechnologie unter anderem eine schnelle Trocknung des Estriches, was nicht nur Bauschäden verhindern hilft, sondern auch für die Innenraumhygiene entscheidende Vorteile bietet. Folgende Produkte sind geprüft, freigegeben und empfohlen:
- RAPID-FLOOR Compound AE
- RAPID-FLOOR Compound BZ12
- RAPID-FLOOR Compound CAF
- RAPID-FLOOR Compound SZ
- RAPID-FLOOR Industrie Compound IC
So eben lief wieder eine Folge des Wissensmagazins Galileo auf Pro 7. Bei der gestrigen Sendung gab es einen Beitrag zum Bauen mit Lehm. Hier wurden die Vorteile eines Lehmhauses aufgezeigt und erklärt, wie ein Haus aus Lehm gebaut wird. Einer der wichtigen Vorteile ist, dass Lehm eine sehr gute bis gute Innenraumluftqualität in Gebäuden sichert und dass Lehm zu den schadstoffarmen Bauprodukten gehört.
Auch über unseren Produktpartner Claytec e. K. wurde berichtet. Das Fernsehteam begleitete den Firmengründer von Claytec e. K., Herrn Peter Breidenbach, in eine Lehmgrube. Der Zuschauer bekam so ein Gefühl für den ältesten Baustoff der Menschheit.
Das Umweltbundesamt hat sich mit der Frage befasst, ob OSB-Platten durch eine Beplankung mit Gipsbauplatten eine geringere Emission haben. Diese Studie wurde auf den WaBoLu-Tagen 2010 vorgestellt. Es geht eindeutig daraus hervor, dass eine Beplankung der OSB-Platten keine Verbesserung der Emissionssituation ergibt.
Hier ein Bericht: 279 HB09-Publ OSB
Die Kooperation zwischen HWZ in der Schweiz und dem Sentinel-Haus Institut nimmt Form an.
Am 14.06.2010 durfte ich Herrn Lange zu einem Treffen mit HWZ begleiten.
Gemeinsam mit Frau Furlan, Herr Jäggi und Herrn Keusch wurde ein “letter of intent” ausgearbeitet.
HWZ gehört im schweizer Handel mit Holzbaustoffen zur Spitze im Markt und spielt eine wichtige Vorreiterrolle in Sachen Ökologie und Wohngesundheit.
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