Der Blog zum wohngesunden Bauen

26. März 2013

Weiterbildung: Gestaltung von Verträgen am Bau

Filed under: Allgemein,Recht,Sentinel-Haus Akademie — Schlagwörter: , , — Matthias Lange @ 11:29

i3_l3“Bekanntermaßen „enden“ viele Bauvorhaben vor Gericht. Es ist unstreitig, dass es gerade in Deutschland zu übermäßig vielen gerichtlichen Auseinandersetzungen im Baubereich kommt. Viele dieser Baustreitigkeiten könnten vermieden werden, wenn bei der Gestaltung von Bauverträgen, insb. der Erstellung von Leistungsbeschreibungen mehr Sorgfalt walten würde.”

Diesem Auszug aus dem Weiterbildungsangebot der TU Darmstadt können wir aus unserer Erfahrung nur zustimmen. Am 17.04.2013 findet an der TU Darmstadt unter Leitung von Prof. Dr. iur. Axel Wirth (TU Darmstadt) eine Ein-Tages-Veranstaltung mit dem Thema Gestaltung von Verträgen am Bau statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 18 begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 360,- Euro (mehrwertsteuerfrei). Weitere Infos und das Anmeldeformular (Anmeldung bis zum 03.04.) finden Sie hier.

23. Dezember 2012

2. Auflage “Mit Sicherheit gesund bauen” ist erschienen!

Es freut mich sehr, dass nun rechtzeitig zur Bau 2013 das neue Buch erschienen ist. Neue Texte, mehr Wissen, neue Grafiken, neue Autoren haben uns unterstützt das neue Werk zu erstellen!

Mehr dazu!

Mit Sicherheit gesund bauen

18. Oktober 2012

The empire strikes back

Filed under: Allgemein,International,Produktpartner,Recht — Schlagwörter: — Matthias Lange @ 13:01

Mit der Verschärfung von Standards und Etablierung von Referenzwerten für die gesundheitliche und ökologische Qualität von Gebäuden wächst auch der Widerstand. Die Amerikaner sind uns – wie meist – ein Stückchen voraus. Als Reaktion auf den 2013 erscheinenden neuen Standard von LEED (genannt “LEED v4″), indem Punkte nicht mehr nur für die Vermeidung “schlechter” Materialien vergeben werden sollen, sondern nur für die Verwendung “guter” Materialien, hat sich am 18. Juli eine Industriekoalition gebildet, die American High-Performance Buildings Coalition (AHPBC). Hier haben sich American Chemistry Council,  Vinyl Institute,  Society of the Plastics Industry,  Polyisocyanurate Insulation Manufacturers Association, Flexible Vinyl Alliance und über 20 andere Industrieverbände zusammengetan, um sich gegen “willkürliche Einschränkungen von Chemikalien” zu wehren. Die AHPBC  wirft LEED vor, es sei ein Werkzeug geworden, “um Chemieunternehmen zu bestrafen” und will Gebäude lieber mit dem kanadischen Green Globes Standard zertifiziert sehen.

Das für LEED verantwortliche US Green Building Council bleibt indessen ruhig und begrüßt die Nachricht von der Gründung und fügt an, “we will trust but verify” (Vertrauen ist gut, Kontrolle besser). Insgesamt wird die Auseinandersetzung zwischen Industrie und in den nächsten Monaten deutlich schärfer werden und auch in Europa geführt werden, wo in Brüssel im Zuge der Spezifizierung des neuen Europäischen Bauprodukterechts sicherlich wahre Schlachten hinter den Kulissen geschlagen werden. Schließlich geht es hier um enorme wirtschaftliche Interessen.

17. Juli 2012

Schadstoff- und Geruchssanierung können steuerlich abgesetzt werden

Filed under: Allgemein,Bestand & SanReMo,Gesundheit,Öffentlichkeitsarbeit,Presse,Recht — Schlagwörter: — Josef Spritzendorfer @ 13:52

Neue Urteile des Bundesfinanzhofes erleichtern neuerdings die steuerliche Absetzung von Kosten für gesundheitlich begründete Gebäude-Sanierungen (Schadstoffe, aber auch Gerüche).

Durch ein ärztliches Attest musste bisher vor der Sanierung nachgewiesen werden, dass Gesundheitsschäden bereits eingetreten oder zu erwarten sind. Schon vor Sanierungsbeginn musste ein Gutachten vorliegen, das den Zusammenhang zwischen der Belastung und der Gesundheitsgefährdung belegt und die erforderlichen Maßnahmen bestätigt. Außerdem musste der Steuerpflichtige nachweisen, dass die Sanierung fachmännisch erfolgt.

Absetzbar sind nunmehr  nicht nur die direkten Sanierungskosten zur Beseitigung  beispielsweise des Hausschwamms (ein konkreter behandelter Fall) , sondern auch daraus resultierende Behandlungskosten, Gutachterkosten oder Ähnliches. Auch wenn während der Sanierungsmaßnahmen zusätzlicher Wohnbedarf entsteht, können diese Aufwendungen berücksichtigt werden. Und natürlich alle Sanierungsmaßnahmen, für die vor Durchführungsbeginn kein Gutachten vorliegt, bei denen aber der Steuerpflichtige dennoch nachweisen kann, dass er sich den Aufwendungen aus tatsächlichen Gründen nicht entziehen konnte.

Quellen:

Manager-Magazin

Frankfurter Allgemeine (13.6.2012)

Business Netz

25. Mai 2012

Schlechte Luft bei der Justiz

Filed under: Allgemein,Gesundheit,Neubau,Presse,Recht — Schlagwörter: , , — Matthias Lange @ 09:46

Die Justiz in Thüringen hat es nicht leicht. Zumindest die Mitarbeiter in den neu erstellten Gebäuden. Schon 2002 musste im neu erbauten Justizzentrum in Meinungen der Teppichboden getauscht werden. Jetzt ist im 2010 eingeweihten Justizzentrum Gera die nächste Eskalationsstufe eingetreten. Schon kurz nach Einzug klagten die Mitarbeiter  über Kopfschmerzen, Reizhusten und verschleppte Erkältungen. Das Gericht veranlasste eine Überprüfung durch die Unfallkasse Thüringen. Einige Räume wurden verschlossen, um die Luft über Wochen zu stauen. Anschließend erfolgte eine Messung, die zum Teil bedenkliche Werte hervorbrachte: Stufe 4 und 5 einer Skala (Empfehlung des UBA), die bis Stufe 5 (hygienisch inakzeptabel) reicht. Als Ursache wurden Ausdünstungen der Innenausstattung vermutet.

Als Konsequenz wurde zwar ein Lüftungskonzept erstellt, aber Anfang 2012 erkrankte ein Staatsanwalt schwer. Im Blut des Mannes fanden sich Giftstoffe. Nun wurden zwei unabhängige Institute beauftragt, die  nach der Ursache für die Geruchsbelästigung suchen sollen. Einstweilen sollen zumindest schwangere Mitarbeiterinnen in Büros des Altbaus umziehen. Die anderen unter den Emissionen leidenden Beschäftigten müssen nun abwarten, was die Untersuchungen ergeben und hoffen, dass dann auch Abhilfe geschaffen werden kann.

Mehr unter http://bit.ly/JtFa2y.

 

30. April 2012

Aufsehenerregendes Urteil: Maßnahmen gegen Elektrosmog erstmals steuerlich absetzbar

Filed under: Allgemein,Gesundheit,Öffentlichkeitsarbeit,Recht,Wissen & Literatur — Schlagwörter: , , , — Matthias Lange @ 09:26

Mobilfunk-MastDie Kosten für die Abschirmung einer Eigentumswohnung vor Hochfrequenzimmissionen können als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuer abgezogen werden. Die Klägerin machte bei ihrer Steuererklärung Aufwendungen in Höhe von 17.075 Euro für die Anbringung einer Hochfrequenzabschirmung zum Schutz ihrer Eigentumswohnung vor Radio-, Fernseh- und Mobilfunkwellen geltend. Das Finanzamt lehnte die Berücksichtigung dieser Kosten als außergewöhnliche Belastungen ab, da kein amtsärztliches Gutachten über die Notwendigkeit der Maßnahme vorgelegt worden sei und es sich allenfalls um eine vorbeugende Maßnahme handele. Der 10. Senat des Finanzgerichts Köln gab mit Urteil vom 08.03.2012 (Az. 10 K 290/11) der Klage der Wohnungseigentümerin statt. Eine Revision zum Bundesfinanzhof wurde nicht zugelassen.

Das Urteil hat für viel Aufsehen gesorgt, weil die Richter in der Begründung darauf verwiesen, dass der Nachweis der medizinischen Notwendigkeit nicht nur durch das Attest eines Amtsarztes erbracht werden kann. Zwangsläufig und damit steuerlich absetzbar seien nämlich nicht nur medizinisch unbedingt notwendige Aufwendungen im Sinne einer Mindestversorgung. Vielmehr fielen hierunter die Kosten aller diagnostischen oder therapeutischen Verfahren, deren Anwendung im Erkrankungsfall hinreichend gerechtfertigt sei. Zum Nachweis der Zwangsläufigkeit der Baumaßnahme reichten dem Gericht ein ärztliches Privatgutachten über die ausgeprägte Elektrosensibilität der Klägerin und das Gutachten eines Ingenieurs für Baubiologie über “stark auffällige” Hochfrequenzimmissionen im Rohbau der Eigentumswohnung aus.

Interessant dürfte nun werden, wie die Finanzämter und Gerichte auf die zu erwartenden Fälle reagieren, wo Menschen zu Recht nun ihre Aufwendungen zum Schutz vor Allergenen, Schimmelbefall, Radon oder einem Übermaß an Lösemitteln als steuermindernd geltend machen wollen. An der medizinischen Notwendigkeit dieser Schutzmaßnahmen kann es ja keinen begründeten Zweifel mehr geben!

17. Januar 2012

Musterantrag der Grünen zur Raumlufthygiene bei kommunalen Bauten

Filed under: Allgemein,Bestand & SanReMo,Kommune,Neubau,Recht,SHI & Netzwerk — Schlagwörter: , — Matthias Lange @ 15:11

Die Fraktion der Grünen im Landtag von NRW hat den Kommunalpolitikern der Bundespartei einen Musterantrag bzw. eine Musteranfrage zur Raumlufthygiene zur Verfügung gestellt. Mit der Anfrage können KommunalpolitikerInnen ihre Stadtverwaltung fragen, ob beim Bau neuer oder der Sanierung alter Gebäude im kommunalen Auftrag wohngesunde Baustoffe verwendet werden und auf den richtigen, sprich emissionsarmen Umgang damit geachtet wird. Mit dem Antrag können Kommunalpolitiker konkret fordern, die Stadt-/Kreisverwaltung zu beauftragen, »sämtliche Daten über Schadstoffe in öffentlichen Gebäuden für die Stadt/Gemeinde /den Kreis zu erheben, auszuwerten und – darauf aufbauend – entsprechende Maßnahmen vorzuschlagen, um zukünftige Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten so anzugehen, dass gesundheitsgefährdende Stoffe sukzessive aus den Gebäuden entfernt werden bzw. nur schadstoffarme Materialien verwendet werden.«

Die vom Landtagsabgeordneten Hans Christian Markert, Sprecher für Umwelt-, Verbraucherschutz- und Anti-Atompolitik in der grünen Landtagsfraktion, initiierte Aktion ist die Konsequenz aus der Veranstaltung »Tief durchatmen – Schadstoffarme Luft in Innenräumen«, an der auch das SHI teilgenommen hatte. Die Dokumentation ist hier zu finden. Informationen über die Anträge gibt Christine Zechner, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fraktion.

6. Dezember 2011

Wohngesundes Netzwerken beim Allgäuer Baufachkongress 2012

„Netzwerke knüpfen“ heißt das Motto des Allgäuer Baufachkongresses, den die Firma Baumit, Partner des Sentinel-Haus Instituts, vom 18. – 20. Januar in Oberstdorf veranstaltet. Eines der Hauptthemen ist die Wohngesundheit und ihre Umsetzung in Praxis, Recht und Marketing.

Wenn die Rede ist von Wohngesundheit und erfolgreichen Netzwerken, dürfen Beiträge des Sentinel-Haus Institutes auf der renommierten, alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Am Donnerstag, den 19.1.2012 um 9.15 Uhr spricht Peter Bachmann über die Marktchancen des gesunden Wohnens. Dabei kommen inhaltliche Aspekte (Ist ökologisch gleich gesund?) genauso zur Sprache wie die Chancen und die Herausforderungen des Megatrends Gesundheit für die Akteure der Baubranche.

Dass der rechtliche Grat immer schmaler wird, auf dem sich Bauunternehmen, Planer aber auch Bauprodukthersteller in Sachen Wohngesundheit bewegen, zeigt ebenfalls am Donnerstag um 13.30 Uhr Rechtsanwalt Justus Kampp. Der Fachmann für die juristische Seite der Innenraumhygiene und die daraus entstehenden Haftungsrisiken erläutert nicht nur die Klippen des europäischen und nationalen Rechtsrahmens, sondern zeigt auch, wie diese durch entsprechende Vertragsgestaltung und Ausschreibungsformulierungen umschifft werden können.

Auf der begleitenden Fachausstellung ist das Sentinel-Haus Institut an allen Kongresstagen mit einem Informationsstand vertreten. Hier werden alle Fragen rund um das Sentinel-Haus Konzept der garantierten Wohngesundheit beantwortet und die Seminarangebote und  Vorteile des Sentinel-Haus Netzwerks aus Bauunternehmen, Baustoffherstellern und –handel, Wissenschaftlern, Juristen, Medizinern und Baupraktikern erläutert. Nicht zuletzt wird hier das druckfrische Buch „Mit Sicherheit gesund bauen – Fakten, Argumente und Strategien für das gesunde Bauen und Wohnen“ vorgestellt, an dem viele Experten des Sentinel-Haus Netzwerks mitgearbeitet haben. Es stellt umfassend den aktuellen Wissensstand in Theorie und Praxis zum wohngesunden Bauen dar und ist im Verlag Vieweg + Teubner erschienen. Weitere Informationen zum Allgäuer Baufachkongress mit Vortragsprogramm und Anmeldemöglichkeit unter www.baufachkongress.de.

Informationen zur Arbeit des Sentinel-Haus Instituts unter www.sentinel-haus.eu.

 

26. August 2011

VOC-Richtline für neue Bauprodukte in Frankreich

Filed under: Frankreich,Recht — Schlagwörter: , — admin @ 19:09

Logo VOC-Bewertung von Bauprodukten in Frankreich
Frankreich geht einen weiteren Schritt um das Thema Innenraumluftqualität in modern gebauten oder sanierten Gebäuden weiter in den Griff zu bekommen.

Aus der bisherig freiwilligen Angabe des Emissionsverhalten wird nun eine Pflicht – und Bauprodukte ( aber auch Dekorations- und Einrichtungsprodukte ) die ab dem 1ten Januar 2012 neu auf den französischen Markt gebracht werden, tragen eine “Emissions-Ampel”.

Das sehr einfach verständliche Logo ( analog zur “Energie-Ampel” bei Elektroprodukten ) ermöglicht es dem Verbraucher und dem Bauprofi die potentielle gesundheitliche Relevanz besser abzuschätzen.
Dabei wird in drei Klassen A+, A, B und C unterschieden ( jeweils eingefärbt von grün bis rot ).

Nach einer gewissen Übergangszeit müssen auch bestehende Produkte gekennzeichnet werden – diese Kennzeichnungspflicht besteht ab September 2013.

Bewertet werden neben dem Gesamt-Emissionsverhalten der VOCs auch Formaldehyd und neun weitere Einzelsubstanzen.

Weitere Informationen finden Sie direkt auf der französischen Webseite.

26. Juli 2011

Der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger (BVS) weist auf zunehmende Probleme mit Schadstoffen in Innenräumen hin

Filed under: Gesundheit,Recht — Schlagwörter: , — Peter Bachmann @ 13:55

Es beunruhigt mich, dass immer mehr auf die Innenraumhygiene hinweisen und zugleich so wenig Veränderung in der Bauwirtschaft erfolgt. Zugleich freut es mich zu lesen, dass der Bundesverband Sachverständiger Leistungen und ein Vorgehen empfiehlt, welches unser Sentinel-Haus Institut seit vielen Jahren praktiziert!

Bericht

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