
Entwicklung des energiesparenden Bauens
Quelle: Fraunhofer IBP
Ist Gebäudedämmung sinnvoll oder ein Irrsinn? Laut einer Studie im Auftrag der Förderbank KfW (die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der größte Kreditgeber in Sachen Förderung energetischer Sanierung) übertreffen die Kosten die Einsparungen. Das Schweizer Beratungsunternehmens Prognos kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Um den Heizenergieverbrauch in deutschen Wohngebäuden wie von der Regierung geplant bis 2050 um 80 Prozent zu senken, sind der Studie zufolge bis dahin Investitionen in Höhe von 838 Milliarden Euro nötig. Im Gegenzug könnten jedoch nur Energiekosten in Höhe von 370 Milliarden Euro eingespart werden. Für den Verlust müssten sowohl Eigentümer als auch Mieter und Steuerzahler aufkommen. Die Tageszeitung Welt führt in ihrem Bericht dazu weitere Argumente gegen die Dämmung von Gebäuden ins Feld: Das Raumklima sei nach Dämmung schlechter als zuvor, je besser die Isolierung, desto üppiger wuchere der Schimmelpilz und überhaupt leide auch die Optik, Fassadenelemente verschwänden hinter öden Styroporschichten und Fenster würden wegen der dicken Laibungen zu Schießscharten. (weiterlesen …)
Es freut mich sehr, dass nun rechtzeitig zur Bau 2013 das neue Buch erschienen ist. Neue Texte, mehr Wissen, neue Grafiken, neue Autoren haben uns unterstützt das neue Werk zu erstellen!
Mehr dazu!

Auf die Gefahr hin, dass es langweilig wird: wieder mal stellt sich heraus, dass kaum jemand ahnt, in welch großem Umfang wir Schadstoffen in Innenräumen ausgesetzt sind. Und wenn dann Beschwerden kommen, dauert es lange, bis die Schadstoffe festgestellt sind und noch viel länger, bis die Betroffenen Hilfe bekommen. Zwei aktuelle Beispiele illustrieren dies:
Fall 1
Im Reutlinger Rathaus klagt eine Mitarbeiterin über Beschwerden. 2011 und 2012 finden insgesamt drei Schadstoffmessungen statt, die den Richtwert von 0,12 Milligramm pro Kubikmeter (120 µg/m³) überschreiten. Dieser Richtwert ist ohnehin schon höchst bedenklich und wird sicherlich in Bälde korrigiert werden. Der Sentinel Haus Gesundheitspass erlaubt z.B. nur 60 µg/m³. Als Quellen der gasförmigen Schadstoffe werden nun Schränke und Zimmerdecken aus Pressspan identifiziert. (weiterlesen …)
Erneut wurden in Nürnberger Schulen erhöhte Schadstoffwerte gemessen – sowohl Formaldehyd als auch 2-Chlorpropan wurde in sechs (!) Schulen und in einer Kindertagesstätte nach einer energetischen Sanierung der Gebäude festgestellt.
Nunmehr sollte durch verstärktes Lüften versucht werden, die Belastungen wieder zu reduzieren; offen bleibt die Frage, aus welchen Produkten die Schadstoffe emittieren – und warum diese nicht umgehend ausgetauscht werden.
Link zum Pressebericht
Auf wohngesunden Baustoffen liegt es sich gut!
Das Berghäusle bei Freiburg verändert sein Gesicht und durch die wertvolle Unterstützung vieler guter Handwerker und Baustoffhersteller entsteht ein traumhaftes Projekt im Schwarzwald!

Sentinel-Haus Modell-Sanierung mit müdem Arbeiter
… waren die innenraumhygienischen Zustände im Polizeipräsidium Trier bis eine fast 6jährige Schadstoff-Odyssee im Jahr 2011 zu einem glücklichen Ende kam.
Ein Blick zurück :
2005_______
Eine Trierer Zeitung berichtet erstmalig über den Fall – hier heißt es u.a. “60 der 300 Mitarbeiter klagen seit Monaten über Gesundheitsbeschwerden wie Hautreizungen oder blutige Nasenschleimhäute, die nur dann auftauchen, wenn die Betroffenen arbeiten”.
Die Beamten dürfen umziehen – und so lautet die Berichterstattung 4 Monate später : Seit ein Teil der rund 300 Mitarbeiter im alten Trierer Polizeipräsidium Mitte des Jahres in ein eigens angemietetes Ausweichquartier in der Güterstraße gezogen ist, geht es den Kripo-Leuten deutlich besser. Rund 90 von ihnen hatten zuvor über teilweise massive Gesundheitsbeeinträchtigungen geklagt. Diese reichten von blutigen Nasenschleimhäuten über Augenbrennen, Schwindel, Zusammenbrüche und schwere Entzündungen bis hin zu Hautaufplatzungen, Kurzatmigkeit oder irreparabelen Bronchienschädigungen.
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Nachdem in Salzgitter im Oktober an den zwei Grundschulen Steterburg und Sonnenberg eine Belastung mit krebserregenden Schadstoffen festgestellt wurde und eine Sanierung bis zum Frühjahr beschlossen wurde, entwickelte sich ein bemerkenswerter politischer Schlagabtausch, der am Mittwoch sein (vorläufiges) Ende fand.
Die Fraktionen von SPD und Linken/Grünen forderten nämlich, dass nun in allen Schulen Salzgitters Raumluftmessungen erfolgen sollten . Die CDU war dagegen: Für sie ist die Schadstoffsuche in allen Schulen der Stadt reine Geldverschwendung – sie rechnet mit Kosten in Millionenhöhe. Die Christdemokraten wollen stattdessen am laufenden Schulsanierungsprogramm festhalten, in diesem Zuge würden auch Schadstoffe beseitigt. Der Rat stimmte am Mittwoch in seiner Sitzung über einen entsprechenden Antrag von SPD und Linken/Grünen ab. (weiterlesen …)
In einer wunderschönen Location fand die Kür des Siegers der Pavatex Sanierungskampagne statt. Ich durfte als Juror an der sehr angenehmen und spannenden Diskussion teilnehmen und die Jury ergänzen.
Der Gewinner wird auf dem Internationalen Holzforum verkündet. Spannend war für mich, dass auch bei einigen Projekten durchaus die Wohngesundheit eine Rolle gespielt hat.
Medien schweigen bei Giften
Auch 2009 hat es ein Umweltthema in die “TOP TEN der vernachlässigten Nachrichtenthemen” geschafft. Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) kürte zehn wichtige Themen, die in den Medien kaum vorkamen. Dabei bemängelt die INA die unzureichende Berichterstattung über umwelt-und gesundheitsschädliche Baustoffe.
Obwohl viele krebserrregende Stoffe (Asbest) und andere verboten wurden, sind noch immer viele Produkte im Umlauf, die gesundheitliche Probleme wie Atemwegserkrankungen, Allergien, Kopfschmerzen, Übelkeit auslösen können – darunter Chemikalien in Boden und Wandbeschichtungen.
Der Bericht

Dachsanierung mit wohngesunden Produkten von pro clima und Pavatex
Heute habe ich ein Seminar bei pro clima (Moll) und beobachte die Dachdecker bei dem Sanieren des gegenüber liegenden Gebäudes. Besonders gefällt mir die konsequente Verwendung von wohngesundheitlich geprüften Materialien. Auf dem Gerüst stehen mehrere Paletten mit Pavatex als Unterdachplatte, welche durch die Handwerker verlegt werden. Die luftdichte Ebene wird natürlich mit Produkten von pro clima erstellt. Das Haus beherbergt Lothar Moll (GF der Fa. Moll).