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9. März 2010

Abschirmprodukte im Kreuzfeuer

Filed under: Allgemein, Gesundheit, Wissen & Literatur, Wissenschaft — Schlagwörter: , , — Josef Spritzendorfer @ 14:51

Die zunehmende Sensibilisierung zum Thema  “elektrische Felder” bringt zwischenzeitlich  eine ebenso zunehmende Palette von Abschirmprodukten auf den Markt.  Nur die wenigsten halten, was sie versprechen – ein Großteil dieser Produkte  “hilft” lediglich den Herstellern.

“Raymaster bietet zuverlässigen Schutz vor allen Arten von Elektrosmog und Erdstrahlung, bei einfachster Handhabung und ansprechendem Design.”

http://www.raymaster.de/index.html

Dieser Aussage ist  ZDF  (WISO, 8.3.2010) nachgegangen  und engagierte dazu auch den Fachmann Dr. Moldan (den auch das SHI bei Fachfragen zu Rate zieht).

Das Ergebnis findet sich im WISO Bericht:  dazu  der Link:

http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/25/0,1872,1001625,00.html?dr=1

(Rechte Spalte : “WISO ermittelt: Raymaster”)

Das Ergebnis ist ernüchternd:

Wie erwartet, hat sich die “Werbeaussage”  im technischen Praxistest nicht bewahrheitet. Auch die in der Werbung zitierten Wissenschafter distanzieren sich von einer “Empfehlung”.

Untersucht wurden

  • das elektrische Wechselfeld bei 50 Hz (an einer Stromleitung; im Beitrag nicht im Detail dargestellt)
  • das magnetische Wechselfeld bei 50 Hz (an einer elektrischen Uhr mit Trafo)
  • die hochfrequenten Wellen bei 905 MHz (an einem Handy; im Beitrag nicht im Detail dargestellt)
  • die hochfrequenten Wellen bei 1885 MHz (an einem DECT-Telefon)

Ähnliche Erfahrung machte die Sentinel-Haus Stiftung erst jüngst mit sogenannten Abschirmmatten als Bettunterlage – auch hier wurden zahlreiche Universitätsstudien zitiert – die wissenschaftliche Prüfberichte dazu blieben die Hersteller aber bis heute schuldig.

Auch im Baustoffbereich gibt es “schwarze Schafe” unter den Abschirm-Anbietern; sehr oft werden auch nur gewisse Frequenzen tatsächlich abgeschirmt, beworben wird aber ein “Totalschutz”. Gründliches Studium der Produktaussagen/Forderung nach Nachweisen  ist daher  auch in diesem Bereich unerläßlich.

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