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17. Mai 2011

Unser täglich Chemikalie

Filed under: Allgemein, Gesundheit, Wissen & Literatur, Wissenschaft — Schlagwörter: — Matthias Lange @ 13:56

Gängige Alltagschemikalien in der Wohnung lassen bei Kindern das Risiko für Allergien deutlich ansteigen. Wie eine Studie der schwedischen Universität Karlstad zeigt, fördern die Stoffe Propylenglykol und Propylenglykol-Ether (PGE) die Tendenz zu Asthma, Heuschnupfen und Ekzemen. Mengenmäßig gehört PGE  zu den 50 wichtigsten Chemikalien, die weltweit hergestellt werden. Propylenglykole kommen bei den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz, zum Beispiel als Rohstoffe für ungesättigte Polyesterharze, Feuchthaltemittel in Arzneimitteln, Kosmetika und Nahrungsmitteln, Wärmeübertragungsflüssigkeiten, Frostschutzmitteln und Enteisern für Flugzeuge und in vielen anderen Anwendungen.

Hohe Werte dieser Substanzen in der Innenraumluft erhöhen das Erkrankungsrisiko um bis zu 180 %. Zudem gingen höhere Werte auch mit Antikörpern gegen Allergene von Katzen, Hunden oder Pollen einher, so Studienleiter Carl-Gustaf Bornehag. Zu den hohen PGE-Konzentrationen trugen insbesondere Wandfarben und Reinigungsmittel bei. Die Forscher vermuten im Online-Journal „PLoS One“, dass PGEs, ähnlich wie Phthalate, den Hormonhaushalt stören. Diese Weichmacher stehen ebenfalls in Verdacht, zu Allergien beizutragen.

„Unsere Resultate werfen erneut die Frage auf, welche Folgen der tägliche Einsatz von Chemikalien für die Gesundheit hat“, sagt Bornehag. Dies gelte vor allem für Wohnräume, in denen kleine Kinder und schwangere Frauen viel Zeit verbringen. In der Studie untersuchten die Forscher rund 400 Kinder aus der schwedischen Provinz Värmland, von denen etwa die Hälfte an Allergien litt. Die Wissenschaftler analysierten dabei unter anderem Luftproben aus den Schlafzimmern. Hier der link zur (englischsprachigen) Studie.

Quelle: Allergikus 1/2011

1 Kommentar »

  1. […] Zunahme an Atemwegerkrankungen, Asthma, COPD, chronischen Hauterkrankungen wie z. B. Neurodermitis, Allergien, ADHS bei Kindern, Jugendlichen und sogar Erwachsenen, Krebserkrankungen und weitere […]

    Pingback by Krank durch Chemikalien in Alltagsprodukten | Marias Blog — 26. März 2015 @ 21:00

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