Uran in Leitungs- und Mineralwasser – Heftige Kontroverse zwischen Verbraucherschutz und Lobbyisten der „Trinkwasser“ Wirtschaft
Seit Jahren kämpft foodwatch im Dienste der Verbraucher für eine Kennzeichnungspflicht des Uranwertes im Trinkwasser- bisher leider erfolglos. Obwohl die gesundheitlichen Risiken von Uran unbestritten sind (unter anderem besonders für die Nieren) verweigern bis heute die meisten Trinkwasserversorger Angaben zum Urangehalt – ebenso wie die Abfüller von Mineralwasser.
In einem spannenden Bericht der Frontalredaktion des ZDF
wurden jüngst „Fakten“ dazu präsentiert – unter anderem auch die Kritik des international anerkannten Toxikologen Professor Kruse, Kiel an den Grenzwerten des Umweltbundesamtes mit 10 Mikrogramm pro Liter. Auf Grund von Tierversuchen und Humanforschung empfiehlt er einen Grenzwert von maximal 5 Mikrogramm/Liter- für Mineralwasser bzw. Baby-Trinkwasser von maximal 2 Mikrogrammm/Liter als eine verantwortbare Höchstgrenze.
Provozierend klingt dazu die Aussage eines Vertreters des Instituts für Risikobewertung:
Eine Kennzeichnungspflicht auf Mineralwasserflaschen lehnen wir ab, weil dadurch der Verbraucher „überfordert“ wäre.
Der Sentinel-Haus Stiftung e.V. empfiehlt „kritischen“ Verbrauchern, sich über die Uranwerte Ihres Wasserwerkes auf der Homepage von foodwatch zu informieren und mittels der Foodwatch Mitmachaktion Grenzwerte und Kennzeichnungspflichten für Uran einzufordern.
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/trinkwasser/index_ger.html