Der Blog zum wohngesunden Bauen

23. April 2019

natureplus: Neue Vergaberichtlinie für VOC

Der internationale Verein natureplus hat für die Vergabe seines Qualitätszeichens für nachhaltige und wohngesunde Bauprodukte die neue Rahmenrichtlinie 5010 für die Messung und Bewertung von VOC-Emissionen veröffentlicht. Die Bestimmung der flüchtigen organischen Verbindungen erfolgt gemäß den internationalen Standards EN 16516 sowie EN ISO 16000-9, ISO 16000-6 und -3. Hintergrund sind Änderungen bei den zugrundeliegenden Normen und die Einführung der DIN EN 16516. Änderungen bei den Grenzwerten zur Erteilung des natureplus-Labels sind mit der Neuregelung nicht verbunden.

Neu ist, dass die Rahmenrichtlinie  5010 die bisher in den einzelnen Vergaberichtlinien enthaltenen Regelungen zur Emissionsprüfung ersetzt. Daher werden im Rahmen der natureplus-Zertifizierung seit dem 11.04.2019 die Emissionen aus Bauprodukten nach der neuen Richtlinie 5010 bewertet. Alle Richtlinien, welche vor März 2019 ausgegeben wurden, werden diesbezüglich in der nächsten Zeit überarbeitet .

21. März 2019

Die Farben der Gesundheit

Eine sehr interessante Studie haben Prof. Dr. Axel Buether von der Bergischen Universität Wuppertal und die Intensivmedizin am HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal veröffentlicht. Im Kern ging es um die Frage, welchen Einfluss hat die Farb- und Lichtgestaltung von Intensivstationen auf das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand der Patienten hat. Auch der Einfluss der Farb- und Lichtgestaltung von Intensivstationen auf die Arbeitsmotivation, die Haltung und das Wohlbefinden des medizinischen und pflegerischen Personals wurde untersucht. Nicht zuletzt wurde untersucht, wie sich der Medikamentenverbrauch durch eine andere Farbgestaltung ändert.

Die Ergebnisse sind positiv: Die Studie belegt die Wirksamkeit der psychologischen Umweltfaktoren Farbe und Licht auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit des Menschen. Der Medikamentenverbrauch (Neuroleptika) sank um durchschnittlich 30,1%. Die Bewertung der Umweltgestaltungung stieg bei den Patienten um durchschnittlich 32,3%, beim Personal um 40,8%. Das Gefühl der Privatheit verbesserte sich bei den Patienten um 55,2%.

Hier geht es zu den ausführlichen Informationen zu der Studie.

21. Februar 2019

Bayerische Ziegler und Kommunen interessiert an baurechtlichen Änderungen zum Gesundheitsschutz

Reger Austausch in guter Atmosphäre bei der Veranstaltung des Bayerischen Ziegelindustrie-Verbandes (v.l.n.r.): BZV-Vorsitzender Johannes Edmüller; Markus Gildner, Verwaltungsrat Solgården Gruppe; Hans Epp, Inhaber Nürnberger & Epp Bau-GmbH; Peter Bachmann; Herbert Kozemko,Obermeister der Bauinnung Bad Tölz und Peter Hülsen, Bereichsleiter Politik & regionale Kommunikation BZV. Foto: BZV

 

Das kommunale Wohnungsbaugespräch, das die Bauinnung Bad Tölz und der Bayerische Ziegelindustrie-Verband (BZV) Mitte Februar veranstaltet haben, war eine passende Gelegenheit, die guten Beziehungen aufzufrischen und aktuelle Themen zu diskutieren. Neben der Frage, wie günstiger Wohnraum geschaffen werden kann, standen auch die Änderungen im Bauordnungsrecht als Konsequenz des Urteils des Europäischen Gerichtshofs auf der Agenda. Peter Bachmann informierte die Teilnehmer über die Inhalte der neuen Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) und die Verlagerungen bei Dokumentations- und Haftungspflichten sowie den neu eingeführten gesundheitlichen Mindestschutz. “Dieser steht im direkten Kontrast zur europäischen Bauproduktzulassung . Diese stellt vergleichsweise geringe Anforderungen, gerade im gesundheitlichen Bereich. Hier auf der sicheren Seite zu sein, ist das Gebot der Stunde. Die technischen Konzepte für sicher gesündere Gebäude und die Strategien für deren Vermarktung sind vorhanden und erprobt”, so Bachmann. Hier geht es zu ausführlichen Berichten über die Veranstaltung in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur.

 

Johannes Edmüller und Peter Bachmann im Gespräch. Foto: BZV

 

 

Bericht in “Plusminus” zu Problemen mit der europäischen Baustoffzulassung

Das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus hat über die Sicherheitsrisiken durch unvollständig geprüfte und deklarierte Bauprodukte berichtet. Zwar enthält der Bericht kleinere Ungenauigkeiten (Die CE-Kennzeichnung ist zum Beispiel keine Norm sondern eine Leistungserklärung), macht aber deutlich, welche Unklarheiten und Risiken auf alle Baubeteiligten inklusive dem Baustoffhandel, Architekten, Gutachter und Bauunternehmen zukommen können. Auch verschweigt der Bericht die Pflicht der Hersteller, eventuell nicht deklarierte Eigenschaften in der CE-Kennzeichnung mit zusätzlichen Nachweisen zu belegen, um die Übereinstimmung mit den deutschen Vorgaben zu bestätigen. Die Verunsicherung der Beteiligten ist allerdings deutlich zu sehen.

Die Sendung ist noch bis zum 27.6. 2019 in der ARD-Mediathek zu sehen.  

18. Februar 2019

Systemzertifikat für “Das gesündere Dach” von Linzmeier Bauelemente

Geschäftsführer Andreas Linzmeier ( l.) erhält das Zertifikat für den geprüften Systemaufbau aus den Händen von Sentinel-Geschäftsführer Christoph Bährle. Foto: Linzmeier

 

Nachdem bisher schon fünf Dämmstoffe von Linzmeier Bauelemente, Hersteller von Dämmstoffen aus Polyurethan, im Bauverzeichnis Gesündere Gebäude enthalten sind, kamen zur BAU 2019 vier komplette Dachaufbauten dazu. Diese wurden komplett inklusve Luftdichtungsmaterialien, Dachlattung und Unterverkleidung in der Prüfkammer mit gutem Erfolg und niedrigen Emissionswerten getestet. Für eines gab es die begehrte Urkunde für eines der geprüften Systeme “Schrägdach mit sichtbarem Dachstuhl” auf der Messe, die drei anderen Auszeichnungen folgen. Die strenge Emissionsprüfung im akkreditierten Labor von SGS Fresenius in Dresden bestanden haben alle vier Systeme, die von dem schwäbischen Unternehmen als “Das gesündere Dach” mit dem entsprechenden Mehrwert vermarktet werden.  

28. November 2018

Seminar: „Gesündere, leistungsfördernde und rentable Büroimmobilien“

Gerne möchten wir Sie auf die kommenden Seminartermine zu unserem parallel laufenden Forschungsprojekt “MY FUTURE OFFICE” hinweisen.

 

 

 

 

Ihr Nutzen:

  • Lernen Sie praxistaugliche Planungswerkzeuge für gesündere und nachhaltige Office-Immobilien kennen
  • Sie erhalten eine Übersicht zu den geltenden Regeln bzgl. Schadstoffen in Baumaterialien, Büromöbeln und Reinigungsmitteln und sind vertraut mit den Kriterien für korrekte Materialauswahl für gesündere Büroimmobilien
  • Sie wissen, was beim Sanieren, Modernisieren und Betreiben von Immobilien mit optimalen Bedingungen zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern zu beachten ist

Im Februar 2019 stehen für Entscheider, Planer und Betreiber von Bürogebäuden folgende Möglichkeiten zur Teilnahme bereit:

Die Fachseminare werden in Kooperation mit der SGS Germany GmbH durchgeführt.

 

Hintergrund:
Büroimmobilien gesünder, rentabel und praxistauglich machen, dieses Ziel haben sich renommierte Baustoffhersteller und innovative Anbieter von Bauprodukten und Raumsystemen gesetzt und initiieren gemeinsam mit dem Sentinel Haus Institut ein einzigartiges Forschungsprojekt MY FUTURE OFFICE. Zielsetzung ist die Entwicklung von Standards für rentable, nachhaltige und gesündere Bürogebäude, sowohl im Neubau wie bei einer Sanierung. Untersucht werden u.a. Themen wie Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, Reduktion von krankheitsbedingten Ausfallzeiten, die monetäre Wertsteigerung der Immobilie und qualitativ hochwertiges Prozessmanagement.

 

Zielgruppe:
Planungsverantwortliche von Kommunen, Bundesländern und Bund
gewerbliche Investoren, Bestandshalter
Öffentliche Auftraggeber
Architekten, Ingenieure, Projektsteuerer

 

Melden Sie sich jetzt an!

19. November 2018

Engagierter Bericht zu Schadstoffbelastungen in Kindertagesstätte

Filed under: Kindergärten & Schulen, Kommune, Neubau, Presse — Schlagwörter: , , , , — Stephanie Brunner @ 13:03

Bericht des Kreiszeitung Wochenblatts Screenshot Sentinel Haus Institut

 

Welche Auswirkungen gesundheitliche Probleme durch Emissionen von Schadstoffen aus Bauprodukten haben kann, zeigt die Situation der Johannis-Kindergartens in Stade bei Hamburg. Das örtliche Kreiszeitung-Wochenblatt berichtet ausführlich und engagiert über die Thematik und die Informationspolitik der Gemeinde, die laut Bericht Fragen offen lässt. Der Bericht zeigt, dass gesundheitsrelevante Themen eine besonders sorgfältigen Kommunikationsstrategie benötigen.

Hier geht es zum Bericht des Blattes.

8. Oktober 2018

SWR-Beitrag: Radon in Schulen und Kindergärten deutlich über Referenzwert – auch in Wohnhäusern!

Zerfallsprodukte des natürliches Edelgases Radon können Lungenkrebs auslösen.

 

Die SWR-Sendung “Zur Sache Baden-Württemberg” hat am 4. Oktober 2018 ausführlich über die Gefahr durch radioaktives Radon in Gebäuden in Baden-Württemberg berichtet. Danach wurden in Schulen und Kindergärten bis zu 2.000 Becquerel je Kubikmeter Raumluft gemessen. Ein Kindergarten in Lörrach wurde geschlossen und muss abgerissen werden. Andere Gebäude, auch Privatgebäude müssen mit Lüftungsanlagen nachgerüstet oder anderweitig saniert werden. Allein in Baden-Württemberg sterben pro Jahr 170 Menschen an Lungenkrebs, der durch die Zerfallsprodukte von Radon verursacht wird.

Das Sentinel Haus Institut bietet ein Radon-Messgerät zur Ausleihe sowie die entsprechende Beratung an. Damit kann festgestellt werden, ob weitere Messungen über einen längeren Zeitraum nötig sind, aus denen sich eventuell entsprechende Sanierungsmaßnahmen ableiten lassen.

Ausführlich über die Ursachen, Zusammenhänge und Gefahren von Radon, nicht nur in Baden-Württemberg, berichtet BAUBLOG.DE

24. September 2018

Weniger Chemie, höherer Werterhalt

Bereits bei der Festlegung für einen Bodenbelag, entscheidet man über die Folgekosten, die Reinigungsintensität und die Raumluftbelastung. Foto: Paul Geißler GmbH

 

Das Sentinel Haus Institut verstärkt seine Beratungsleistung für die gesündere Bewirtschaftung von Immobilien. Zunächst für den Bereich Bodenbeläge wird gemeinsam mit der Paul Geißler GmbH ein ganzheitliches Konzept von der Investitionsentscheidung bis zur gesünderen Pflege angeboten.

Der neue Leistungskatalog „Gesundheit plus“ hilft, die Ausstattung von Gebäuden so zu planen, zu pflegen und zu reinigen, dass die Befindlichkeit der Nutzer nicht durch gesundheitsschädliche Reinigungsmittel oder Feinstaub beeinträchtigt wird. Ausgehend von einer Betrachtung des Lebenszyklus, erhalten Architekten, Investoren; Betreiber und Bauherren von Immobilien produktneutrale Kernkompetenzen, die ihnen einen Überblick über die Auswirkungen ihrer Entscheidung für oder gegen einen Bodenbelag ermöglicht:

Hintergrund ist, dass in der Nutzungsphase der Eintrag von Schadstoffen durch Reinigungsmittel in das Gebäude deutlich höher ist, als durch den Bodenbelag selbst. Dazu gehört auch die Wahl des richtigen Reinigungsverfahrens, das die exakte Art des Belags ebenso einbezieht, wie die baulichen Gegebenheiten und die Art und Intensität der Nutzung. Ziel und Versprechen ist ein deutlich höherer und längerer Werterhalt des Bodenbelags und damit, zusätzlich zum Gewinn gesundheitlicher Sicherheit, eine Einsparung von Renovierungskosten durch die Berücksichtigung der reinigungstechnisch relevanten Faktoren von Anfang an.

Eingebunden sind Schulungen für Facility Manager und Reinigungsverantwortliche, die eine praxisorientierte Wahl des Reinigungsverfahrens auch die zielgenaue Entscheidung über Reinigungszyklen und -intensitäten ermöglicht.

www.sentinel-haus.eu, www.paul-geissler-gmbh.de,
www.facility-college-munich.de

4. Juli 2018

Radon-Messgeräte günstig ausleihen

Das Sentinel Haus Institut verleiht ab sofort Messgeräte, mit denen die Belastung durch das radioaktive Edelgas Radon überprüft werden kann. Das geschmack- und geruchlose Gas beziehungsweise seine Zerfallsprodukte stellen weltweit die größte Strahlenbelastung für den Menschen dar. Eine erhöhte Radonkonzentration in der Raumluft kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Das Einatmen von Radon erhöht deutlich das Risiko, langfristig an Lungenkrebs zu erkranken.

Oft reichen schon kleine bauliche Maßnahmen aus, den Radongehalt im Haus zu senken. Dies betrifft sowohl Neubauten wie bestehende Gebäude. Dadurch sinkt auch das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Ausführliche Informationen zum Thema Radon finden Sie auch auf BAUBLOG.DE.

Die Messgeräte werden für einen Zeitraum von drei Monaten ausgeliehen. Nach dieser Zeit lässt sich schon recht gut beurteilen, inwieweit weitere Messungen nötig sind. Konkrete Maßnahmen lassen sich erst planen, wenn die Belastung durch Radon im Gebäude bekannt ist. Für übereilte Aktionen besteht in der Regel keine Veranlassung, da Radon erst über Jahrzehnte wirksam ist. 

Hier finden Sie die genauen Konditionen und die Weiterleitung zum Kontaktformular, mit dem Sie ein Angebot für die Ausleihe des Messgerätes anfordern können. 

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