Der Blog zum wohngesunden Bauen

16. Oktober 2019

EU-Kommission stuft Titandioxid als “möglicherweise krebserregend” ein

Filed under: Auditoren, Baustoffindustrie, Bauunternehmen, Gesundheit, Handel, Handwerker, International, Recht — Schlagwörter: , , — Stephanie Brunner @ 11:11

Die EU-Kommission hat jetzt entschieden, das Weißpigment Titandioxid als einen „Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung durch Einatmen“ zu klassifizieren – und das obwohl sich die Mehrheit der Experten der Mitgliedsstaaten auf der Sitzung am 18.09.2019 dagegen ausgesprochen hat.

Mit der Einstufung von Titandioxid wird damit erstmals ein Stoff auf Basis von stoffunspezifischen, allgemeinen Partikeleffekten eingestuft, berichtet das Fachblatt. Pulverförmige Produkte mit Titandioxid müssen jetzt eingestuft und gekennzeichnet werden. Ergänzend sind Zusatzkennzeichnungen für flüssige und feste Gemische mit Titandioxid vorgesehen, unabhängig davon, ob überhaupt eine Freisetzung von Titandioxid am Arbeitsplatz oder beim Verbraucher zu erwarten ist. Weitere Informationen auf der “Malerblatt”- Webseite

15. Oktober 2019

Belastung mit Chemikalien im Körper erstmals europaweit vergleichbar

Filed under: Auditoren, Baustoffindustrie, Gesundheit, Handel, International, Wissen & Literatur, Wissenschaft — Schlagwörter: , — Stephanie Brunner @ 10:16

Quelle: hbm4eu

 

Die europäische Human-Biomonitoring Initiative HBM4EU, die vom Umweltbundesamt (UBA) federführend geleitet wird, hat neue Human Biomonitoring Beurteilungswerte für ausgewählte Phthalate, Cadmium und Bisphenol A abgeleitet.Die europäische Human-Biomonitoring Initiative HBM4EU, die vom Umweltbundesamt (UBA) federführend geleitet wird, hat neue Human Biomonitoring Beurteilungswerte für ausgewählte Phthalate, Cadmium und Bisphenol A abgeleitet.

Als ein Werkzeug der gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung werden beim Human-Biomonitoring menschliche Körperflüssigkeiten oder -gewebe auf ihre Belastung mit Schadstoffen untersucht. Durch diese Untersuchung, angewandt an repräsentativen Gruppen der Allgemeinbevölkerung oder bestimmten Berufszweigen, kann die innere Schadstoffbelastung der Menschen, die aus verschiedenen Quellen wie z.B. Atemluft, Nahrung oder Alltagsgegenständen stammt, abgeschätzt und bewertet werden.

In Deutschland legt die „Kommission Human-Biomonitoring“ beim UBA schon seit vielen Jahren toxikologisch begründete Beurteilungswerte für ausgewählte Schadstoffe in Deutschland fest. Damit lässt sich die Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Umweltschadstoffe einschätzen. Diese Erfahrungen konnte das UBA auch in die Europäische Human-Biomonitoring Initiative HBM4EU einbringen. Es ist erstmals gelungen, europaweite Werte, sogenannte „Human-Biomonitoring Guidance Values“ (HBM-GV), für einzelne Stoffe unter Beteiligung aller Partner in Europa abzuleiten. So liegen derzeit schon Beurteilungswerte für bestimmte Weichmacher vor. Weitere werden im Laufe des Projektes generiert.

Die Verwendung und das Inverkehrbringen von Chemikalien werden auf europäischer Ebene reguliert. Daher ist es wichtig, Daten auf EU-Ebene vergleichbar zu erheben und auszuwerten. Damit trägt HBM4EU dazu bei, dass die zuständigen europäischen Institutionen sinnvoll und begründet Maßnahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit treffen und die Bevölkerung über Belastungsursachen und mögliche Vermeidungsmaßnahmen informieren können.  Quelle: Umweltbundesamt

Weitere Informationen beim Umweltbundesamt hier.

10. September 2019

Wien 5.11.2019: Billig bauen und die Auswirkungen auf die Innenraumluftqualität

Der 10. Innenraumtag 2019 gemeinsam mit dem österreichischen Bundesministerium in Wien widmet sich dem Thema “Billig Bauen – Was nun?” den Auswirkungen von Sparmaßnahmen auf das Innenraumklima. Die Veranstaltung am 5. November 2019 findet im Marmorsaal des Bundesministeriums am Stubenring 1, Wien Innere Stadt statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine Anmeldung unter office@innenraumluft.at.

7. Mai 2019

Fachkonferenz MY FUTURE OFFICE – Gesündere Bürogebäude sicher planen und bauen

„Motivierter und rentabler arbeiten in gesünderen Büros“ lautet das Motto der Fachkonferenz am 21.11.2019 in Berlin, die die Ergebnisse des Forschungsprojektes MY FUTURE OFFICE präsentiert.

 

Geprüft gesündere Baustoffe und Büroausstattungen wurden hier einem einzigartigen Testprogramm unterzogen. Bauverantwortliche privater und öffentlicher Investoren, Architekten, Gutachter und Fachplaner erhalten auf der Tagesveranstaltung zudem aktuelle Informationen zu den gesundheitlichen Risiken, zur verschärften Haftungssituation nach dem neuen Bauordnungsrecht und zu den Aktivitäten des Umweltbundesamtes, der für die Innenraumhygiene zuständigen obersten Bundesbehörde.

Breiten Raum nimmt die Integration der Forschungsergebnisse in reale Bauprojekte ein, die aus Sicht der Architekten sowie der Investoren beleuchtet wird. Eine begleitende Fachausstellung und eine Abschlussdiskussion bieten Gelegenheit zum Informationsaustausch und Networking. Fortbildungspunkte bei den Architektenkammern sind beantragt.

Getragen wird MY FUTURE OFFICE von führenden Herstellern von Bauprodukten und Raumausstattungen, die Koordination liegt beim Sentinel Haus Institut. Informationen zur Initiative sowie ab Ende Juni 2019 das komplette Programm unter www.my-future-office.de.

Hier können Sie sich bereits zur Veranstaltung anmelden: Anmeldeformular zum Download

28. Januar 2019

Neubau der Lindner Group erhält Gesundheitspass

Prof. Steretzeder, Peter Bachmann und Heinrich Büchner (v.l.n.r) freuen sich über das gute Abschneiden des neuen Verwaltungsgebäudes der Lindner Group bei den Raumluftmessungen. Foto: Lindner Group

 

Auf der BAU 2019 überreichte Peter Bachmann den Gesundheitspass Gesündere Räume für den Verwaltungsneubau der Lindner Group in Arnstorf an Heinrich Büchner, Vorstand Inland und Produktion, und Prof. Josef Steretzeder, Leitung Integrierter Managementservice und Green Building der Lindner Group KG. Das Gebäude mit ca. 5.000 m² Nutzfläche bietet Raum für etwa 350 Arbeitsplätze, deren Gestaltung und Raumaufteilung in enger Absprache mit den Mitarbeitern konzeptioniert wurde. Die Raumluftmessungen durch das Sentinel Haus Institut erbrachten sehr gute Messergebnissen für die Raumqualität, deutlich unter den Empfehlungswerten des Umweltbundesamtes. Gleichzeitig dient das Objekt als Blaupause zur Entwicklung von Standards für gesündere und rentable Büroimmobilien im Rahmen der Initiative MY FUTURE OFFICE

Parallel fanden auf der BAU 2019 intensive Gespräche mit Kunden, vorrangig Investoren, der Lindner Group statt, die großes Interesse am gesünderen Bauen und Sanieren zeigten.                    

29. November 2018

VOC-Deklarationen in EU-Normen nur sehr eingeschränkt aussagekräftig

Das Umweltbundesamt hat dem Sentinel Haus Institut eine Liste der sogenannten Mandatsergänzungen für in der EU-harmonisierte Bauprodukt-Normen (hEN) übermittelt. Diese Ergänzungen sollen in Zukunft die Deklaration von VOC-Emissionen durch die Hersteller nach DIN EN 16516 regeln. Bauakteure können trotzdem in die Haftungsfalle geraten. 

Die auf den ersten Blick sehr umfassende Liste zeigt auf den zweiten Blick die sehr eingeschränkte Aussagekraft der geplanten Deklarationspflichten. So ist nur bei einem ein sehr kleinen Teil die Angabe von VOC-Emissionen verpflichtend. Im Wesentlichen sind dies solche Produktgruppen, für deren Zulassung durch das DIBt bereits früher VOC-Werte ermittelt wurden. Bei der überwiegende Zahl der Normen können die Hersteller nach der zukünftigen Mandatsergänzung auch keine Leistung erklären. Die Angabe “No performance determinded” (NPD) zeigt dann , dass der Hersteller hier keine Angaben macht.

Auf absehbare Zeit sind VOC-Deklarationen in EU-Normen, deren Daten die Hersteller von notifizierten Prüfinstituten erstellen lassen müssen, also keine Hilfe bei der Auswahl gesünderer Bauprodukte. Neben der geringen Verpflichtungswirkung hat dies vor allem zeitliche Gründe: 

  • Die bereits abgeschlossenen Mandatsergänzungen warten auf die Veröffentlichung im Amtsblatt der EU.
  • Weitere Mandatsergänzungen benötigen voraussichtlich mehrere Jahre, bis sie von den jeweiligen Normungsgremien verabschiedet sein werden. 
  • Die Zahl der EU-Normen mit einer VOC-Deklarationspflicht betrifft nur einen kleinen Teil der innenraumluftrelevanten Bauprodukte.

Die Liste der Mandatsergänzungen ist im Bauverzeichnis Gesünder Gebäude abrufbar.  

Haftungsprobleme für Bauakteure

Die  steht im eindeutigen Gegensatz zu den Anforderungen der neuen “Musterverwaltungsverordnung Technische Baubestimmungen” (MVV TB), die mittlerweile in alle Landesbauordnungen integriert ist, und den dort geregelten Anforderungen an bauliche Anlagen hinsichtlich des Gesundheitsschutzes” (ABG). Hier fordert der Gesetzgeber einen Mindestschutz (vor Emissionen) zum Zwecke der Gefahrenabwehr. Für Architekten, Fachplaner, Bauunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Investoren, bedeutet dies ein potenzielles Haftungsrisiko. Das Sentinel Haus Institut empfiehlt daher, auf unabhängig geprüfte Produkte zu setzen. Eine Vielzahl sind im Bauverzeichnis Gesündere Gebäude gelistet, rund 350 von ihnen ohne Anmeldung recherchierbar. Weitere rund 1.600 Produkte sind nach einer kostenpflichtigen Registrierung sichtbar. 

Die Zusammenhänge erläutert Helmut Köttner, Technischer Leiter des Sentinel Haus Instituts, in einem Interview.

24. Oktober 2018

MY FUTURE OFFICE: Zwei neue “Der Sentinel erklärt”-Videos gemeinsam mit der Lindner Group

In Zusammenarbeit mit der Lindner Group hat das Sentinel Haus Institut zwei Whiteboard-Erklärvideos im Rahmen des Forschungsprojektes “MY FUTURE OFFICE” veröffentlicht. “Gesündere Gebäude für gesündere Menschen” zeigt leicht verständlich und unterhaltsam die Zusammenhänge auf und präsentiert die außergewöhnliche Kompetenz der Lindner Group bei gesünderen und nachhaltigen Bauprodukten. Gleichzeitig ist das familiengeführte Unternehmen einer der führenden Spezialisten für alle relevanten Baudienstleistungen in den Bereichen Innenausbau, Fassaden und Isoliertechnik. Mit rund 6.000 Mitarbeitern agiert die Lindner Group vom Unternehmenssitz im bayerischen Arnstorf aus in aller Welt. 

 

“Gesündere Gebäude mit dem Lindner Cube” thematisiert das freistehende Raum-in-Raum-System Lindner Cube, das autark und flexibel Ruheinseln in Großraumbüros schaft.

 

24. April 2018

natureplus Fachkonferenz 2018 – Keine zukunftsfähigen Gebäude ohne zukunftsfähige Produkte

 

Am 5. Juni 2018 veranstaltet der internationale Verein natureplus in Volketswil bei Zürich seine diesjährige Fachkonferenz. Thema ist die Bedeutung von geprüft nachhaltigen Bauprodukten für die Gebäudezertifizierung und Wohnbauförderung in der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Auf Einladung von baubioswiss, der natureplus Partnerorganisation in der Schweiz, beleuchten im Aiforia-Nachhaltigkeitszentrum in der Bauarena Volketswil internationale Experten für die Zertifizierungssysteme Minergie-ECO, DGNB und LEED die Rolle nachhaltiger und gesundheitlich geprüfter Baumaterialien mit dem natureplus-Qualitätszeichen. Ein weiterer Aspekt sind notwendige Anforderungen an Baustoffe und Änderungen staatlicher Förderprogramme für ein klimagerechteres Bauen, die ein Experte der Deutschen Umwelthilfe DUH vorstellt. Die Halbtagesveranstaltung richtet sich an ein Fachpublikum aus Bauwirtschaft, Architekten und Kommunen.

Die Teilnahme kostet 100 Euro / 120 CHF incl. Tagungsmappe, Eintritt zu allen Vorträgen, Tagungsgetränken und Pausensnacks sowie dem Eintritt in die Aiforia Ausstellung. natureplus-Mitglieder zahlen nur 85 Euro / 100 CHF. Details zum Programm und Anmeldung finden sich direkt hier auf der natureplus-Website.

27. Februar 2018

natureplus-Seminar zur neuen Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen VV TB

Wie kann bei Planung, Ausschreibung und Ausführung sichergestellt werden, dass ein Bauprodukt grundsätzlich geeignet ist, die an das Bauwerk gestellten Anforderungen zu erfüllen? Und welche neuen Haftungsregelungen betreffen Architekten und Planer? Antworten auf diese Fragen vor dem Hintergrund der neuen Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen gibt die erste Veranstaltung im Rahmen der „Neckargemünder Gespräche“ des Vereins natureplus. Am 13. April 2018 findet ein Seminar zum neuen Kern des Bauordnungsrechts an. Hier geht es zum Programm der Veranstaltung. Für das Seminar sind Fortbildungspunkte bei den Architektenkammern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beantragt. Die Teilnahme kostet 150 Euro inkl. Getränke und Mittagssnack. Studierende und natureplus-Mitglieder zahlen 75 Euro. Die Anmeldung ist direkt über die natureplus-Website www.natureplus.org möglich.

29. Januar 2018

Beratung für Regnauer Holzbau

Filed under: Allgemein, Fertighaus, Italien, Neubau, Österreich, Private und gewerbliche Bauherren, Schweiz — Schlagwörter: , — Stephanie Brunner @ 14:04

Seit Januar berät das Sentinel Haus Institut die Firma Regnauer Hausbau. Das Familienunternehmen in dritter Generation aus Seebruck am Chiemsee ist  seit fast 90 Jahren dem hochwertigen Holzbau verschrieben. Unter dem Motto “Häuser, die gut tun”, fertigt das Unternehmen mit modernster CNC-Technik und handwerklichem Know-how Wohnhäuser und Bürogebäude in Holztafelbauweise für Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Eine erste Informationsveranstaltung zum Konzept des Sentinel Haus Instituts hat bereits stattgefunden. Weitere Schulungen sowie Prüfungen von Baustoffen folgen in den nächsten Monaten. 

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