Der Blog zum wohngesunden Bauen

4. Mai 2010

Uran in Leitungs- und Mineralwasser – Heftige Kontroverse zwischen Verbraucherschutz und Lobbyisten der „Trinkwasser“ Wirtschaft

Filed under: Allgemein, Gesundheit, Wissen & Literatur, Wissenschaft — Schlagwörter: , — Josef Spritzendorfer @ 08:37

Seit  Jahren kämpft foodwatch im Dienste der Verbraucher für eine Kennzeichnungspflicht  des Uranwertes im Trinkwasser-  bisher leider erfolglos. Obwohl die gesundheitlichen Risiken von Uran unbestritten sind  (unter anderem besonders für die Nieren) verweigern  bis heute die meisten Trinkwasserversorger Angaben zum Urangehalt – ebenso wie die Abfüller von Mineralwasser.

In einem spannenden Bericht der Frontalredaktion des ZDF

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1019320/Trinkwasser-Streit-um-Uran-Grenzwerte#/beitrag/video/1019320/Trinkwasser-Streit-um-Uran-Grenzwerte

wurden jüngst „Fakten“  dazu  präsentiert – unter anderem auch die Kritik  des international anerkannten Toxikologen Professor Kruse, Kiel  an den Grenzwerten des Umweltbundesamtes mit 10 Mikrogramm pro Liter.  Auf Grund von Tierversuchen und Humanforschung empfiehlt er einen Grenzwert von maximal 5 Mikrogramm/Liter- für Mineralwasser bzw. Baby-Trinkwasser von maximal 2 Mikrogrammm/Liter als eine verantwortbare Höchstgrenze.

Provozierend  klingt dazu die Aussage eines Vertreters des Instituts für Risikobewertung:

Eine Kennzeichnungspflicht  auf Mineralwasserflaschen lehnen wir ab, weil dadurch der Verbraucher  „überfordert“ wäre.

Der Sentinel-Haus  Stiftung e.V. empfiehlt „kritischen“ Verbrauchern, sich über die Uranwerte Ihres Wasserwerkes auf der Homepage von foodwatch zu informieren und mittels der Foodwatch Mitmachaktion Grenzwerte und Kennzeichnungspflichten für Uran einzufordern.

http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/trinkwasser/index_ger.html