… waren die innenraumhygienischen Zustände im Polizeipräsidium Trier bis eine fast 6jährige Schadstoff-Odyssee im Jahr 2011 zu einem glücklichen Ende kam.
Ein Blick zurück :
2005_______
Eine Trierer Zeitung berichtet erstmalig über den Fall – hier heißt es u.a. “60 der 300 Mitarbeiter klagen seit Monaten über Gesundheitsbeschwerden wie Hautreizungen oder blutige Nasenschleimhäute, die nur dann auftauchen, wenn die Betroffenen arbeiten”.
Die Beamten dürfen umziehen – und so lautet die Berichterstattung 4 Monate später : Seit ein Teil der rund 300 Mitarbeiter im alten Trierer Polizeipräsidium Mitte des Jahres in ein eigens angemietetes Ausweichquartier in der Güterstraße gezogen ist, geht es den Kripo-Leuten deutlich besser. Rund 90 von ihnen hatten zuvor über teilweise massive Gesundheitsbeeinträchtigungen geklagt. Diese reichten von blutigen Nasenschleimhäuten über Augenbrennen, Schwindel, Zusammenbrüche und schwere Entzündungen bis hin zu Hautaufplatzungen, Kurzatmigkeit oder irreparabelen Bronchienschädigungen.
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Dass Schadstoffe in Innenräumen nichts zu suchen haben, werden wir nicht müde zu betonen. Welche Auswirkungen die Anreicherungen von Emissionen auf die verschiedenen Risikogruppen haben, ist inzwischen zwar in Teilen bekannt, wir wissen jedoch, dass in den Universitäten und Laboren weit mehr darüber geforscht und auch publiziert wurde, als letztlich in die Öffentlichkeit dringt. Sehr verdient macht sich deshalb Ulf Sauerbrey mit seinem in diesem Jahr erschienen Buch „ADHS durch Umweltgifte. Schadstoffe in der Kinderumwelt“
Während die Ursachen von ADHS bisher besonders in genetischen Dispositionen und dem psychosozialen Umfeld gesucht wurden, verweisen neuere wissenschaftliche Studien inzwischen auf die ursächliche Rolle neurotoxischer (das Nervensystem schädigender) Schadstoffe. Dazu gehören Aldehyde, Blei und Quecksilber, polychlorierte Biphenyle (PCBs), Pestizide und Mangan sowie bestimmte Farb- und Konservierungsstoffe. Einige dieser Umweltgifte verursachen den Studien nach die Kernsymptome der ADHS und neurotoxische Schäden am Gehirn. Das Buch liefert zudem einen Versuch der Einordnung dieser neuen Erkenntnisse in bisherige Entstehungsmodelle der ADHS.
Abschließend werden Hinweise zur Vermeidung von Umweltgiften im Alltag gegeben.
Hier passt auch der Hinweis auf den Kinder-Umwelt-Survey 2003/06 (KUS) des Umweltbundesamtes, der eindrücklich belegt, dass Schadstoffe sich nachweislich im Blut eines jeden Kindes in der Bundesrepublik Deutschland befinden. Die täglich eingeatmete Luft aus Wohnungen, Büros, Werkstätten und öffentlichen Gebäuden spielt bei der Belastung von Kindern mit Umweltgiften eine größere Rolle, als die Außenluft. Innenräume sind bei Messungen
- deutlich stärker mit Umweltgiften belastet als die Außenluft und
- gerade Kinder halten sich pro Tag im Durchschnitt über 15 Stunden in Innenräumen (und damit viel länger als an der Außenluft) auf (Umweltbundesamt 2008).
Am Dienstag, den 27.07.2010 lohnt es sich, mal fernzusehen:
ARTE Themenabend
-> ARTE 20:15 Uhr: „GIFT – Unser tägliches Risiko!“
-> ARTE 20:40 Uhr: „Schick aber schädlich“ ( Kleidung die uns krank macht)
-> ARTE 21:00 Uhr: „ Hauptsache haltbar!“ (Gift aus der Verpackung)
-> ARTE 21:30 Uhr: „Leben ohne Schadstoffe?“ (Das cradle to cradle-Prinzip)
Info hier
Wer dann noch kann, ist gut beraten, hier weiter zuschauen:
-> ARD 22:45 Uhr: „Let´s make money!“ (Eine Doku von Erwin Wagenhofer, Regisseur von „We Feed The World“)
Einen umfassenden Prüfbericht mit hervorragenden Emissionswerten für Kunststofffensterprofile erhielt heute der SHS e.V. von der Firma Profine GmbH – System Kömmerling 88 plus; geprüft wurde am WKI Braunschweig nach dem DIBT/AgBB Schema.
Vor allem für MCS Betroffene, Chemikaliensensitive Bauherren ist die Auswahl möglichst emissionsarmer, geruchsneutraler Produkte von größter Bedeutung – ein umfangreiches Produktangebot ist daher gerade im Bereich Fenster (bei Holzfenstern sehr oft Probleme mit den “Oberflächenbehandlungen” ) von höchstem Wert.
Auf Einladung der „European Academy for Environmental Medicine
EUROPAEM“ trafen sich vom 23.04. – 25.04.2010 in Würzburg namhafte
nationale und internationale Wissenschaftler der Gebiete Umweltmedizin,
Toxikologie, Immunologie, Neurologie und Humangenetik, praktizierende
Ärzte und Zahnärzte, Angehörige anderer Heilberufe sowie Vertreter von
Patienteninitiativen unter dem Motto „Wissenschaft trifft Praxis“ zu einem
internationalen Ärztekongress.
Die Teilnehmer stellten mit großer Sorge die Zunahme chronischer Multisystemerkrankungen (CMI) fest. Ihnen gemeinsam sind chronische Entzündungsprozesse, die von Umwelteinflüssen chemischer (Schadstoffe), biologischer (z.B. Infektionserreger) und physikalischer (z.B. elektromagnetische Felder EMF) Art ausgelöst werden.
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Hier liegt eine neue Information zu Schimmel vor: Bericht
Mit ihren aggressiven Pollen und der zunehmenden Verbreitung als “Unkraut” stellt diese Pflanze gerade in den Monaten August bis zum frühen Frost (Blütezeit ab Ende Juli) eine Belastung nicht nur für Allergiker, sondern auch für einen großen Teil der übrigen Bevölkerung dar; unbehandelt bedeutet eine Ambrosia-Allergie sogar ein erhöhtes Asthmarisiko.
Zwischenzeitlich finden sich bereits in zahlreichen Regionen in Deutschland, insbesondere entlang von Wegen, aber auch in Neubaugebieten Populationen dieser Pflanze.
Vor allem der körperliche Kontakt mit der Pflanze sollte nur unter höchsten Schutzmaßnahmen (Handschuhe, Staubschutzmasken) stattfinden.
Umfassende Infos zu dieser Pflanze und den Risiken für Allergiker finden sich unter
www.ambrosia.de
SHI befasst sich seit jeher intensiv auch mit Lösungen für “Pollenallergiker”; Neubaukunden wird empfohlen, bereits bei der Planung mit dem Architekten entsprechende “Problemlösungen” (Raumeinteilungen, Pollenschleusen, Pollenfilter) zu finden, um zumindest den Aufenthalt in den eigenen vier Wänden so beschwerdefrei wie möglich zu halten.