Der Blog zum wohngesunden Bauen

20. Februar 2020

Schadstoff-App des Umweltbundesamtes

Die europäische Scan4Chem-App erleichtert Information über Schadstoffe in Produkten.
Quelle: Busakorn Pongparnit / GettyImages

 

Das UBA hat die überarbeitete Smartphone-App Scan4Chem vorgestellt. Die Anwendung soll Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglichen, Anfragen an Produktanbieter nach Schadstoffen zu stellen und somit zu zeigen, dass sie schadstoffhaltige Produkte nicht kaufen möchten.

Hintergrund: Hersteller und Händler müssen Verbraucherinnen und Verbraucher auf Anfrage über „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Produkten informieren. Das ist bislang nur in Ausnahmefällen so. Europäische Überwachungsbehörden bemängeln die unzureichende Erfüllung der Auskunftspflicht. In zwölf Prozent der inspizierten Produkte aus 15 EU-Ländern fanden sie besonders besorgniserregende Stoffe. Diese Stoffe sind zwar unerwünscht, aber bisher nicht verboten. 88 Prozent der Anbieter der Produkte, die besonders besorgniserregende Stoffe enthielten, erfüllten ihre Auskunftspflicht nicht oder nicht ausreichend. Für den Anfang kommt es darauf an, dass möglichst viele Anfragen gestellt werden, um eine Datenbank mit den Angaben der Hersteller zu füllen. Weitere Infos und Download für Android und Apple hier. 

14. Februar 2020

Best Practise: Referenzkarte für biozidfreie Holzlasuren

(C) PLC Group

 

Mit einer Referenzkarte macht die PCG Group mit ihrer Marke Jordanlacke auf ihre biozidfreien und lösemittelfreien Holzschutzlasur für innen und außen aufmerksam. Das Produkt ist selbstverständlich auch im Sentinel Portal gelistet. Laut Hersteller sind die Produkte der “Natureline” unter anderem

  • rein mineralisch und lösungsmittelfrei
  • bienenungefährlich
  • fledermausverträglich
  • vegan
  • ohne Pestizide, Insektizide u. Biozide
  • hinterlassen in der Natur keine schädlichen Substanzen
  • Emissionsarm – geprüft durch ECO Institut

 

30. Januar 2020

DACH + HOLZ 2020: Erfolgreiches Pressefrühstück bei ISOVER und Rigips

Filed under: Baustoffindustrie, Handwerker, Sentinel Portal, Veranstaltung — Volker Lehmkuhl @ 09:16

Gleich in den ersten Stunden der Messe DACH + HOLZ in Stuttgart hatte Saint Gobain mit seinen beiden Schwestermarken ISOVER und Rigips zum Pressefrühstück geladen. Bei reger Beteiligung standen hier neben den Produktneuheiten der beiden Marken vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit im Mittelpunkt, die in Zukunft noch stärker kommuniziert werden. Peter Bachmann hatte gleich den ersten Part auf der Tour über den Messestand. Die Zusammenarbeit von ISOVER und Rigips mit dem Sentinel Haus Institut und die Listung zahlreicher Produkte im neuen Sentinel Portal stieß auf großes Interesse (siehe diese Meldung und unsere Pressemitteilung). Bachmann betonte, dass sowohl die Produkte im Ganzen, wie zum Beispiel bei einem kompletten Schrägdachaufbau mit geprüften Produkten von ISOVER und Rigips, als auch die Verarbeitung durch geschulte Handwerker für ein gesundes Gebäude grundlegend sind.

Alexander Geißels, Leiter der Marketing-Kommunikation für Rigips und ISOVER hob die Nachhaltigkeit der Produkte hervor. So sei noch zu wenig bekannt, dass zum Beispiel Dämmstoffe aus Glaswolle bis zu 80 Prozent aus recyceltem Altglas herstellt sind. Die Themen Gesundheit, die Zusammenarbeit mit dem Sentinel Haus Institut und Nachhaltigkeitsaspekte waren prominent auf dem Messestand zu sehen.

Peter Bachmann beim Pressefrühstück von ISOVER und Rigips auf der Messe DACH + HOLZ 2020. Foto: Sentinel Haus Institut

Alexander Geißels, Leiter der Marketing-Kommunikation, stellt die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit in den Mittelpunkt seines Beitrags. Foto: Sentinel Haus Institut

28. Januar 2020

Gesunde Produkte von ISOVER und Rigips im Sentinel Portal

ISOVER und Rigips präsentieren im neuen Sentinel Portal www.sentinel-haus.de mehr als 70 gesundheitlich geprüfte Produkte.
Bild: Sentinel Haus Institut

Die Saint-Gobain Marken ISOVER und Rigips präsentierten auf der Messe DACH + HOLZ die neuen Möglichkeiten für Handwerker, Bauunternehmen, Händler und Planer in Zusammenarbeit mit dem Sentinel Haus Institut.

Gesundheit und Nachhaltigkeit beim Bauen, Renovieren und Wohnen wird immer wichtiger. Das zeigt die Kooperation von ISOVER und Rigips mit dem Sentinel Haus Institut. Aktuell stehen insgesamt 72 Produkte der beiden Marken im Sentinel Portal, der europaweit größten Datenbank gesundheitlich geprüfter Bauprodukte. Von ISOVER sind alle wichtigen Glaswolle- und ULTIMATE-Dämmstoffe für die Verwendung beim gesunden Bauen freigegeben. Rigips punktet mit seinem gesunden, weil emissionsarmen Sortiment von Gipskarton- und Gipsfaserplatten sowie Spachteln und Klebern. Für alle freigegebenen Produkte haben beide Hersteller die Emissionseigenschaften mit hochwertigen Prüfkammer­untersuchungen nachgewiesen.

„ISOVER und Rigips setzen damit ein starkes Ausrufezeichen für die Gesundheit in Gebäuden“, betonte Peter Bachmann, Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts bei einem Presserundgang auf der Messe. „Verarbeiter erhalten hier aufeinander abgestimmte Systeme mit hervorragenden gesundheitlichen Eigenschaften zum Wohl ihrer Kunden, aber auch mit Blick auf den Arbeitsschutz“, so Bachmann.

Alexander Geißels, Leiter der Marketing-Kommunikation beider Marken, freut sich auf die neuen Möglichkeiten für Handwerker, Baustofffachhandel, Architekten und Investoren: „Das Sentinel Portal stellt auf wissenschaftlicher Grundlage glaubwürdig und übersichtlich alle wichtigen Informationen bereit, die man mit Blick auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Bewohner und Nutzer im fertigen Gebäude braucht. Wir unterstützen das mit kompletten Systemlösungen – zum Beispiel für den Dachausbau – durch die sowohl die Planung als auch die Ausführung einfacher und sicherer werden.“

In den vergangenen Jahren wurden zudem unzählige Projekte mit den Produkten von ISOVER und Rigips ausgebaut und anschließend durch das Sentinel Haus Institut erfolgreich gemessen und zertifiziert.

12. Dezember 2019

Studie: Über 1,5 Millionen Kinder leben in feuchten Wohnungen

(c) VELUX

Kinder und Heranwachsende sind weit mehr als Erwachsene einem gesundheitsschädlichen Wohnumfeld ausgesetzt. Das ist das Ergebnis einer Studie in Auftrag des Herstellers von Dachfenstern VELUX. 3,7 Millionen, das entspricht 35 Prozent der Kinder unter 16 Jahren in Deutschland, leben danach in ungesunden Häusern und Wohnungen. 1,53 Millionen berichten über Feuchtigkeit in ihren Kinderzimmern, 2,52 Millionen über zu viel Lärm, je 400.000 über zu wenig Tageslicht und zu wenig Wärme. Erstellt hat die Meta-Studie die Denkfabrik RAND Europe. Die Aussagen über die Effekte des Wohnumfeldes auf die Gesundheit von Kindern entstanden auf Basis der European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC). Für diese Studie hat sich RAND Europe auf den Datensatz von 158.833 deutschen Haushalten gestützt, in denen Kinder unter 16 Jahre leben. Das Healthy Homes Barometer 2019 von Velux beleuchtet die Gesundheitsrisiken von Kindern in ihrem Wohnumfeld und in Schulen. Einkommensschwache Familien sind überproportional betroffen. Ebenfalls beleuchtet wird die Situation der Raumluft in Schulen.

Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung.

19. November 2019

Normenstau bremst Integration von VOC-Deklarationen

Die im letzten Jahr in Kraft getretene Prüfnorm DIN EN 16516 für VOC (flüchtige organische Verbindungen) steht aktuell nur auf dem Papier. Denn die Integration der Norm in Produktnormen für in der EU harmonisierte Bauprodukte macht kaum Fortschritte. Der Grund ist die generelle Überprüfung aller neuen harmonisierten Normen auf Kompatibilität mit der EU-BauProduktenverordnung. Hier gibt es wohl bei fast allen Normen eine Reihe von generellen Unstimmigkeiten. In Folge werden jetzt alle alten Normungs-Mandate, die noch unter der früheren Bauproduktenrichtlinie erteilt wurden, überarbeitet. Im Ergebnis sollen sehr präzise Normungsaufträge entstehen, die alle Grundanforderungen umfassen, und die Erfordernisse der EU-BauPVO berücksichtigen. Für die Normungsgremien soll es dadurch leichter sein, ihre Normen im Sinne der Kommission zu schreiben. Gleichzeitig kann die Kommission besser prüfen, ob die Normen dem Normungsauftrag entsprechen.

Bei diesem Prozess ist die Integration der Deklaration der VOC-Emissionen in den Hintergrund geraten. Lediglich bei den Europäischen Technischen Bewertungen (ETA)  gibt es die klare Aussage, dass die VOC-Prüfungen enthalten sein müssen.

Umso wichtiger sind für den Nachweis emissionsarmer Bauprodukte unabhängige Prüflabel. Das Sentinel Haus Institut unterstützt Hersteller bei der Auswahl und Durchführung der Prüfkammeruntersuchungen. Der Nachweis eines hochwertigen Labels oder einer entsprechenden, erfolgreichen Produktprüfung ist Voraussetzung für die Listung im Sentinel Portal, dem europaweit größten Verzeichnis geprüft gesünderer Bauprodukte. Das Sentinel Portal ersetzt ab Anfang Dezember das bisherige Bauverzeichnis Gesündere Gebäude und geht mit zahlreichen Verbesserungen und neues Suchfunktionen an den Start.

Ansprechpartner ist Helmut Köttner, Technischer Leiter des Sentinel Haus Instituts: koettner@sentinel-haus.eu

 

11. November 2019

Das Grüne Regal auf dem hagebau FORUM 2019

Filed under: Allgemein, Baustoffindustrie, Das Grüne Regal, Handel, Messe, Veranstaltung — Volker Lehmkuhl @ 15:30

Nach dem erfolgreichen Start beim hagebau-Gesellschafter J.N. Köbig mit Sitz in Mainz war das Konzept zur gesundheitlichen Qualitätssicherung im Baustofffachhandel nun auch Thema beim jährlichen Treffen der hagebau-Gesellschafter. Gleich in zwei Vorträgen stellte Peter Bachmann die Idee und die praktische Umsetzung vor. Im Mittelpunkt standen die Vorteile für die Kunden des Baustofffachhandels aus den unterschiedlichen Bereichen sowie die Vorteile für die Fachhändler selbst. So erreichen Unternehmen, die Das Grüne Regal integrieren eine Alleinstellung im Wettbewerb, die durch Glaubwürdigkeit und Kompetenz unterlegt ist. Dies bestätigte auch Gerhard Menzel, Geschäftsführer Baustoffe der J.N. Köbig GmbH, die Das Grüne Regal nach gemeinsamer Konzeption und intensiver Vorbereitung sowie der Auditierung durch TÜV Saar seit September an zunächst fünf ihrer elf Standorte einführt.

Zahlreiche Einzelgesprächen am Rande der Aktionsfläche mit Mitarbeitern von Händlern und Herstellern vertieften das Thema, das in Nachfolgeterminen konkretisiert wird. Während der Veranstaltung diente ein Grünes Regal als Blickfang. Es bildete auch den optischen Hintergrund für ein Interview von Nicole Renneberg von der Gesundheitslounge (siehe Meldung unten) mit Peter Bachmann. Eine Kurzversion wurde bereits veröffentlicht.

 

Emissionsarmes Fußbodensystem

(c) Cemwood

Die Zusammenarbeit zweier Partner des Sentinel Haus Instituts hat ein interessantes Fußbodensystem ergeben: Die Kombination aus Cemwood Ausgleichsschüttungen und Norit-Trockenestrichplatten von Lindner GFT. Das System, das auch wahlweise als Norit-Flächenheizung erhältlich ist, eignet sich vor allem für Neubau und Altbau-Sanierung. Die Kombination vereint die Vorteile beider Produkte: Norit-Trockenestrich zeichnet sich durch ein einzigartiges Klick-System aus. Aufgrund einer extrem hohen Passgenauigkeit werden die Elemente lediglich in einander geschoben und verklebt. Ein Verschrauben oder Verspachteln der einzelnen Platten ist nicht notwendig. Das erlaubt die einfache und schnelle Verlegung des Fertigteilestrichs. Die aus Gipsfaser bestehenden Platten sind in den Stärken 20 und 25 mm verfügbar. Die Norit-Fußbodenheizung hat ein geringes Gewicht, eine niedrige Einbauhöhe, ist aber zugleich hoch belastbar. Die Heizung arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen und einer schnellen Reaktionszeit.

Die Ausgleichsschüttungen von Cemwood aus mineralisierten Holzspänen lassen sich ebenso schnell und einfach verarbeiten. Sie müssen lediglich eingebracht und abgezogen werden. Danach sind sie sofort belastbar. Wasser oder andere Bindemittel werden nicht benötigt. Die Schüttungen sind setzungssicher und hochbelastbar. Ihre Eigenschaften entsprechen den Anforderungen einer gebundenen Form. Das als Ausgangsmaterial verwendete Holz stammt aus heimischen Wäldern, es wird ohne chemische Zusätze verarbeitet. Zudem hat das eingesetzte Holz bereits mehr CO2 gebunden, als in der Produktion entsteht. Das Global Warming Potential (GWP) des gesamten Aufbaus beträgt minus 6 kg CO2/System m2. Der gesamte Aufbau ist nach den Maßstäben des Sentinel Haus Instituts als emissionsarm eingestuft.

Quelle: Cemwood Pressemitteilung

25. Oktober 2019

Gastbeitrag in “Capital” zur aktuellen Situation beim gesünderen Bauen

“Gesundheit in den eigenen vier Wänden ist nicht diskutierbar” lautet die Überschrift eines Meinungsbeitrags von Peter Bachmann für die Zeitschrift “Capital”. In dem Text, der sich an private, öffentliche und gewerbliche Investoren richtet aber auch die Rolle des Baustoffhandels nicht ausspart, geht es um die Konsequenz aus den Studien, die das Sentinel  Haus Institut initiiert hat. Hier kann man den Text in voller Länge lesen.

16. Oktober 2019

EU-Kommission stuft Titandioxid als “möglicherweise krebserregend” ein

Filed under: Auditoren, Baustoffindustrie, Bauunternehmen, Gesundheit, Handel, Handwerker, International, Recht — Schlagwörter: , , — Stephanie Brunner @ 11:11

Die EU-Kommission hat jetzt entschieden, das Weißpigment Titandioxid als einen „Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung durch Einatmen“ zu klassifizieren – und das obwohl sich die Mehrheit der Experten der Mitgliedsstaaten auf der Sitzung am 18.09.2019 dagegen ausgesprochen hat.

Mit der Einstufung von Titandioxid wird damit erstmals ein Stoff auf Basis von stoffunspezifischen, allgemeinen Partikeleffekten eingestuft, berichtet das Fachblatt. Pulverförmige Produkte mit Titandioxid müssen jetzt eingestuft und gekennzeichnet werden. Ergänzend sind Zusatzkennzeichnungen für flüssige und feste Gemische mit Titandioxid vorgesehen, unabhängig davon, ob überhaupt eine Freisetzung von Titandioxid am Arbeitsplatz oder beim Verbraucher zu erwarten ist. Weitere Informationen auf der “Malerblatt”- Webseite

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