Der Blog zum wohngesunden Bauen

24. Januar 2013

Gesundheitsrisiko “Radon” wird noch immer unterschätzt

Filed under: Allgemein,Bestand & SanReMo,Gesundheit,Neubau,Wissenschaft — Schlagwörter: , , , — Josef Spritzendorfer @ 13:56
Radonkarte Deutschland

Radonkarte Deutschland
nach: Radonhandbuch Deutschland

Experten aus Deutschland und Österreich informierten am 22.1.2013 rund um den Themenkomplex „Radon in Gebäuden“ beim ersten Bayerischen Radon-Netzwerk-Treffen im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg.Über 70 Architekten, Baufachleute, Energieberater, Behörden- und Verbandsvertreter erörterten mit internationalen Experten Fragestellungen zur Radonsanierung, Radonvorsorge, Aussagekraft von Radonkarten sowie zu Radonmessmethoden. Im Rahmen des Treffens wurde auch die neue Ausbildungsinitiative des LfU zur Radon-Fachperson vorgestellt. „Mit den Radon-Fachpersonen sollen zukünftig bayernweit kompetente Ansprechpartner zu Radonsanierung in bestehenden Gebäuden und zum radonsicheren Neubau von Gebäuden zur Verfügung stehen“, betonte Dr. Christiane Reifenhäuser, Leiterin der Abteilung Strahlenschutz im LfU anlässlich der Tagung in Augsburg.

Vor allem bei der Planung/ Errichtung von Neubauten sollte das Problem Radon  (zweitgrößter Verursacher von Lungenkrebs!)  berücksichtigt werden – sowohl durch eine entsprechende Grundstückuntersuchung als vor allem auch durch eine absolut qualitativ hochwertige “dichte” Ausführung der Bodenplatte.

Vorgestellt wurden aber auch Saniermethoden bei bestehenden, radonbelasteten Gebäuden, Maßnahmen, die in Nachbarländern (z.B. Oberösterreich) sogar öffentlich gefördert werden.

Weitere Infos bei der Sentinel Haus Stiftung e.V.

Weitere Infos beim Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung zum radonsicheren Bauen und Sanieren e.V.(KORA)

 

23. Dezember 2012

2. Auflage “Mit Sicherheit gesund bauen” ist erschienen!

Es freut mich sehr, dass nun rechtzeitig zur Bau 2013 das neue Buch erschienen ist. Neue Texte, mehr Wissen, neue Grafiken, neue Autoren haben uns unterstützt das neue Werk zu erstellen!

Mehr dazu!

Mit Sicherheit gesund bauen

1. Oktober 2012

Neuigkeiten aus der europäischen Normung

Filed under: Allgemein,International,Wissenschaft — Schlagwörter: , — Matthias Lange @ 09:46

Das Technical Board der CEN (Europäisches Komitee für Normung) arbeitet derzeit an Prüfszenarien für die Freisetzung gefährlicher Stoffe in die Innenraumluft. Für “Bauprodukte: Bewertung der Freisetzung gefährlicher Substanzen” wurden drei Entwürfe für harmonisierte Prüfnormen ausgearbeitet, die zur Umsetzung der Wesentlichen Anforderung Nr. 3 “Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz” der europäischen Bauproduktenrichtlinie notwendig sind. Am 6. September 2012 wurde nun die neue sog. „horizontale“ Testmethode für VOC-Emissionen von Bauprodukten verabschiedet. Diese wird somit für die CE-Kennzeichnung von Bauprodukten relevant werden. Grenzwerte für die Emissionen von Bauprodukten wurden in diesem Dokument aber nicht definiert, diese sollen durch einzelne Mitgliedsstaaten vorgegeben werden.

Die neue Prüfnorm beschreibt VOC-Messungen nach 3 und 28 Tagen, also ähnlich dem deutschen AgBB-Schema oder der ISO 16000-9.
Das heißt für Produkt-Hersteller, die Ihre Produkte z.B. nach AgBB geprüft haben, dass es auch nach Einführung der neuen Norm keine maßgeblichen Änderungen in der Aussagekraft ihrer Ergebnisse geben wird.
Veröffentlicht wird die Norm als Technische Spezifikation (TS) voraussichtlich bis Mitte 2013. Dann werden auch die Arbeiten in vielen technischen Gremien der harmonisierten Produktnormen beginnen, um die Prüfmethode in die jeweilige Produktnorm einzufügen und ggf. produktspezifische Konkretisierungen vorzunehmen.

Das CE-Zeichen ist die Voraussetzung für den Zugang zum EU-Markt. Historisch wurden mechanische Stabilität und Brandsicherheit abgedeckt.  Künftig wird das CE-Zeichen  um mehrere VOC-Klassen ergänzt werden. Hier wird es voraussichtlich um Mindestanforderungen gehen, deren Befolgung durch die Hersteller unserer Meinung nach nicht die Garantie für einen wohngesunden Lebensraum gibt. Vielmehr wird sich zeigen, dass die Hersteller, die ihre Hausaufgaben gemacht haben (siehe http://www.sentinel-haus.eu/hersteller/shi-partner/), sich noch besser durch freiwillige Gütezeichen ‘on top’ vom Wettbewerb absetzen können.

15. Mai 2012

WaBoLu – Tage im Umweltbundesamt

Filed under: Allgemein,Wissen & Literatur,Wissenschaft — Schlagwörter: , , , — Peter Bachmann @ 08:19

Dies sind nun meine 6. WaBoLu -Tage im Umweltbundesamt in Berlin. Wie gewohnt gibt es wieder viele neue Informationen zur Innenraumhygiene. Schwerpunkte bilden:

Nanopartikel

Radon

Bauschäden mit anschließenden Beschwerden und zu hohen Lösemittelkonzentrationen

Da ich mich zum Twittern entschieden habe, kann man die Zusammenfassungen unter meinem Konto@peterbachmann in Twitter nachlesen. Es freut mich, dass meine Kollegen aus der Technik (Dipl. Ing. Jürgen Paul und Dipl. Geog. Anne Böhringer) mich begleiten. Es ist immer wieder schön viele Experten zu treffen und offene Fragen klären zu können.

9. Mai 2012

Technikmeeting im Sentinel-Haus Institut

Filed under: Allgemein,SHI & Netzwerk,SHI-Team — Schlagwörter: , , — Peter Bachmann @ 06:10

Dipl. Ing. Jürgen Paul führt durch den Tag

Unser technischer Leiter Jürgen Paul freut sich schon zur Mittagspause, dass sein Tagesziel schon erreicht sei! An dieser Stelle nochmals vielen Dank an unseren technischen Expertenkreis (Dipl. Ing. Christine Overath, Dipl. Ing. Beatrice Kopff, Dipl. Ing. Olaf Peter, Dipl. geo. Anne Böhringer, Dipl. Ing. Jürgen Paul, Dipl. Holzwirtin Susanne Gehrmann, Josef Spritzendorfer) für das wertvolle Wissen, welches wieder einmal zusammen getragen wurde um das gesunde bauen und modernisieren weiter zu optimieren. Gerade die Zertifizierung von Bestandsimmobilien, Baustoffsysteme als Systemprüfung und Qualitätssicherung waren aktuelle Themen.

 

30. März 2012

Stadt München veranstaltet Symposium zum gesunden Bauen, Wohnen und Arbeiten

Es freut mich sehr, dass die Stadt München nun eine sehr ansprechende Veranstaltung zum gesunden Bauen, Wohnen und Arbeiten veranstaltet!

Viele gute Referenten werden zu den aktuellen Themen Geruch, Recht, Baustoffzertifikate und vieles mehr vortragen.

Detaillierte Informationen: Flyer_GesundBauenWohnenArbeiten_10

24. November 2011

Licht und Wohngesundheit

Filed under: Gesundheit,Sentinel-Haus Stiftung,SHI & Netzwerk,Wissen & Literatur — Schlagwörter: , — Josef Spritzendorfer @ 12:03

Sentinel-Haus  Stiftung e.V. informiert sich zu Fragen der Bedeutung von Raumbeleuchtungen

auf Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Gemeinsam  mit Dr. Frank Bartram, Vorstand Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner und Frau Gabriele Bartram besuchte ich am 23.11.2011 die Firma Osram in München. Wir wurden dort von Herrn Dieter Lang und Dipl-Ing. Kunz von Kriegelstein  umfassend über die neusten Forschungen im Bereich „gesundes Licht“ der Firma Osram, welche sich mit einem sechsköpfigen Arbeitsteam diesem Themenbereich intensiv widmet, informiert.

Moderne, umfassende Beleuchtungskonzepte, abgestimmt auf Tageszeit ,aber auch unter Berücksichtigung von  Tageslichtanteil,  Farben von Wand, Böden und Möbeln ermöglichen – bereits nachgewiesen -  eine wesentliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit, sichern aber auch ein besseres Schlafverhalten und damit umfassenden Einfluss auf das Wohlbefinden insgesamt. Berichtet wurde auch über besondere Erkenntnisse im Bereich „Licht und Demenz“

http://www.demenz-support.de/materialien/DeSSorientiert_10_1.pdf  – Möglichkeiten, sowohl im häuslichen Bereich als auch in Pflegeheimen wesentliche Qualitätsverbesserungen sowohl für Patienten als auch damit für das Pflegepersonal zu erreichen.

Wissenschaftliche Untersuchungen der komplexen Zusammenhänge zwischen Licht und Wohlbefinden haben in den letzten Jahren zu faszinierenden Entdeckungen geführt.

Ein höherer Blauanteil im Tageslichtspektrum bewirkt, dass wir uns wohler fühlen, und die Rezeptoren in der Augennetzhaut tragen zur Erzeugung von Neurotransmittern bei, die unsere Stimmung und Aktivität steuern. Interessante Ergebnisse für den Bereich Schulen und  Kindergärten ergab auch eine Studie an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durch Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort im Auftrag der Firma Philips.

„ Die Lesegeschwindigkeit nahm unter den neuen Lichtbedingungen um nahezu 35% zu und auch die Konzentrationsfähigkeit verbesserte sich erheblich, so dass die Fehlerhäufigkeit um fast 45% zurückging. Bei der Studie wurden auch Hyperaktivität und Aggression beobachtet. Obwohl die wahrgenommene Abnahme der Aggression als nicht signifikant eingestuft wurde, zeigten Videoaufnahmen, dass die Hyperaktivität um bis zu 76% abnahm, wenn die Schüler bei beruhigendem Licht eine Mathematikaufgabe lösen sollten.“

Vereinbart wurde, den Dialog in den nächsten Wochen zu intensivieren und vor allem  zu versuchen, bei künftigen SHS  Beratungen diesen Bereich der „Wohngesundheit“ wesentlich zu berücksichtigen.

Weitere Informationen sind erhältlich unter beratung@sentinel-haus-stiftung.eu

21. Oktober 2011

CO2 als Leitwert für Raumluftqualität – Pro und Contra

Filed under: Allgemein,Gesundheit,Wissen & Literatur,Wissenschaft — Schlagwörter: , , — Matthias Lange @ 12:08

Eines spannende Diskussion über vermeintlich unangreifbare Lehrmeinungen wird gerade in der Lüftung- Klima- Kältebranche geführt. Die DIN EN 13779, die DIN EN 15251 und die VDI 6022 Blatt 3 (Ausgabe Juli 2011) verweisen auf den CO2-Gehalt als Bewertungsgröße für die Raumluftqualität. Aber ist CO2 wirklich als Leitwert für die Raumluftqualität geeignet? Rolf Grupp, Redakteur der cci Zeitung (Fachzeitung für die Lüftung- Klima- Kältebranche), diskutiert mit Branchengrößen. Rolf Grupp argumentiert gegen die seiner Meinung nach vorherrschende Tendenz, allein den CO2-Gehalt in der Atemluft zu verteufeln und die wirklichen Krankmacher zu ignorieren. Denn selbst CO2-Konzentrationen unter 800 ppm garantieren nicht, dass die Lüftungsraten ausreichen, um Luftverunreinigungen aus anderen Quellen im Innenraum zu entfernen, wie die Ad-hoc-Arbeitsgruppe Innenraumrichtwerte bereits 2008 feststellte.

Für Abonnenten zugänglich sind weiterhin die Leserbriefe von Prof. Heinz-Jörn Moriske und Detlef Malinowsky.

Hier geht es zur Diskussion.

6. September 2011

Neuer WHO-Bericht zu Wohnbedingungen in Europa

Filed under: Gesundheit,International,Wissen & Literatur,Wissenschaft — Schlagwörter: — Lioba Gieles @ 13:40

Im neuen WHO-Bericht „Umweltbedingte Krankheitslast in Verbindung mit unzureichenden Wohnbedingungen. Methoden zur Quantifizierung gesundheitlicher Folgen ausgewählter durch die Wohnverhältnisse bedingter Risiken in Europa“ geht es um Wohngesundheit im weitesten Sinn. Der WHO geht es demnach nicht nur darum, dass ein Gebäude selbst frei von Schadstoffen, Schimmel oder Radon ist, sondern dass auch alle übrigen Faktoren, die die Gesundheit beeinträchtigen können, stimmen. Hierzu geht sie im vorliegenden Bericht zusätzlich zu den üblichen Verdächtigen (Feuchte/ Schimmel, Rauchen, Radon, Formaldehyd, Kohlenmonoxid und Co.), auch auf Faktoren wie Überbevölkerung, Verkehrslärm, Einfluss eines schlechten Wohnraums auf die Psyche, Kosten für die Schaffung gesunden Wohnraums, etc. ein.

Der für mich zentralste Satz in der Kurzzusammenfassung ist folgender: „Es ist wichtig, die möglichen Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Aspekten des Wohnens zu beachten. Das bedeutet, dass die Verbesserung eines Aspektes einen anderen beeinflussen könnte, und dass diese Beeinflussung entweder positiv oder negativ sein könnte. [...] Trotzdem, da manche Bedingungen miteinander verbunden sein könnten, könnte dies auch bedeuten, dass die Ausschaltung eines Problems auch ein anderes lösen könnte.“ [eig. Übers.] Ein holistisches Denken ist also in der Schaffung von wohngesunden Innenräumen essentiell.

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27. Mai 2011

Bundesforschungsministerium fördert Entwicklung künstlicher Nasen

Saarbrücker Messtechniker koordinieren jetzt ein europaweites Forschungsprojekt, in dem preiswerte Sensorsysteme für Luftschadstoffe entwickelt werden. Mit ihrer Hilfe sollen Gebäude ausgewogen klimatisiert und durchlüftet werden, ohne dass dabei unnötig Energie verbraucht wird.

Das auf drei Jahre bewilligte Forschungsprojekt wird vom Bundesforschungsministerium (BMBF) mit 1,1 Millionen Euro gefördert. Rund 300.000 Euro erhält das Team von Andreas Schütze, Professor für Messtechnik der Universität des Saarlandes.  „Unser Ziel ist es, flüchtige organische Schadstoffe in der Innenluft wie zum Beispiel Formaldehyd oder Xylol mit Gassensoren zu messen. Übersteigen diese dann bestimmte Grenzwerte, führt die Klimaanlage automatisch Frischluft zu“, erläutert Professor Schütze. Eine ausgeklügelte Gebäudetechnik soll die Sensorsysteme so steuern, dass sowohl in der Heizperiode als auch bei der Klimatisierung im Sommer möglichst wenig Energie verbraucht wird, aber dennoch die Räume immer gut durchlüftet werden. Hier zur Meldung.

Die Forschung wird also eine Technik weiterentwickeln, wie sie sich bereits in unserem RaumluftWächter befindet. Solche Metalloxidhalbleiter sind in der Lage, eine große Bandbreite von Stoffen anzuzeigen und dies zu einem sehr attraktiven Preis.

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