Keine Schadstoffe in Möbeln und Spielzeug in Kölner Kindergärten
Der Deutschlandfunk berichtet in einem guten Beitrag zur gesundheitlichen Sicherheit der Kinder.
Der Deutschlandfunk berichtet in einem guten Beitrag zur gesundheitlichen Sicherheit der Kinder.
Es freut mich sehr, dass die Stadt München nun eine sehr ansprechende Veranstaltung zum gesunden Bauen, Wohnen und Arbeiten veranstaltet!
Viele gute Referenten werden zu den aktuellen Themen Geruch, Recht, Baustoffzertifikate und vieles mehr vortragen.
Detaillierte Informationen: Flyer_GesundBauenWohnenArbeiten_10
Erstmalig wurden mit durchgehender Konsequenz in einer Klinik in Hamburg für “Umwelterkrankte” speziell schadstoffarme Zimmer geschaffen. Vor allem für MCS-Erkrankte stellte sich in der Vergangenheit ein Krankenhausaufenthalt stets als zusätzliches Martyrium dar, da in der Regel in Kliniken weder die Einrichtung, noch das Pflegepersonal und auch das Reinigungspersonal nachhaltig auf die umfassende Problematik der Chemikaliensensitivität eingestellt sind.
Das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg berücksichtigt neben Fragen der Emissionsarmut auch Fragen der Vermeidung elektromagnetischer Belastungen und Erfahrungen der Farbenpsychologie.
Die Zimmer stehen Umwelterkrankten bei unverzichtbaren allgemeinen krankheits/unfallbedingten Krankenhausaufenthalten zur Verfügung – eine eigene Umweltmedizinische Abteilung zur Behandlung dieser Krankheiten selbst hält die Klinik leider (derzeit noch) nicht vor.
Das SHI konzentriert sich auf die Wohngesundheit, in der wir die Sicherheit am Arbeitsplatz zwar mitdenken, aber angesichts der gesetzlichen Regelungen und Grenzwerte wie MAKs (Maximale Arbeitsplatzkonzentrationen) nicht in den Vordergund rücken. Dies hat nun eine Sendung des sehr empfehlenswerten Magazins Faszination Wissen im Bayerischen Fernsehen unternommen. Unter dem Titel Risiko am Schreibtisch – Das gefährliche Büro lief am 08. Januar ein Bericht zu den Gefahren, die u.a. von den Emissionen aus Einrichtung und Druckern ausgehen. Hier geht es zur Sendung.
Am 28.11.2011 durfte ich als Referent eine spannende Diskussion begleiten, welche durch Hans Christian Markert MdL organisiert wurde. Fachleute aus Ministerien, Kommunen, Medizin, Verbraucherschutz und Bau haben über die Notwendigkeit von gesünderen Innenräumen diskutiert!
Ich begrüße es sehr, dass durch solche wichtigen Veranstaltungen die Öffentlichkeit mehr Kenntnis bekommt.
Mehr Infos
Sentinel-Haus Stiftung e.V. informiert sich zu Fragen der Bedeutung von Raumbeleuchtungen
auf Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit
Gemeinsam mit Dr. Frank Bartram, Vorstand Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner und Frau Gabriele Bartram besuchte ich am 23.11.2011 die Firma Osram in München. Wir wurden dort von Herrn Dieter Lang und Dipl-Ing. Kunz von Kriegelstein umfassend über die neusten Forschungen im Bereich „gesundes Licht“ der Firma Osram, welche sich mit einem sechsköpfigen Arbeitsteam diesem Themenbereich intensiv widmet, informiert.
Moderne, umfassende Beleuchtungskonzepte, abgestimmt auf Tageszeit ,aber auch unter Berücksichtigung von Tageslichtanteil, Farben von Wand, Böden und Möbeln ermöglichen – bereits nachgewiesen – eine wesentliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit, sichern aber auch ein besseres Schlafverhalten und damit umfassenden Einfluss auf das Wohlbefinden insgesamt. Berichtet wurde auch über besondere Erkenntnisse im Bereich „Licht und Demenz“
http://www.demenz-support.de/materialien/DeSSorientiert_10_1.pdf – Möglichkeiten, sowohl im häuslichen Bereich als auch in Pflegeheimen wesentliche Qualitätsverbesserungen sowohl für Patienten als auch damit für das Pflegepersonal zu erreichen.
Wissenschaftliche Untersuchungen der komplexen Zusammenhänge zwischen Licht und Wohlbefinden haben in den letzten Jahren zu faszinierenden Entdeckungen geführt.
Ein höherer Blauanteil im Tageslichtspektrum bewirkt, dass wir uns wohler fühlen, und die Rezeptoren in der Augennetzhaut tragen zur Erzeugung von Neurotransmittern bei, die unsere Stimmung und Aktivität steuern. Interessante Ergebnisse für den Bereich Schulen und Kindergärten ergab auch eine Studie an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durch Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort im Auftrag der Firma Philips.
„ Die Lesegeschwindigkeit nahm unter den neuen Lichtbedingungen um nahezu 35% zu und auch die Konzentrationsfähigkeit verbesserte sich erheblich, so dass die Fehlerhäufigkeit um fast 45% zurückging. Bei der Studie wurden auch Hyperaktivität und Aggression beobachtet. Obwohl die wahrgenommene Abnahme der Aggression als nicht signifikant eingestuft wurde, zeigten Videoaufnahmen, dass die Hyperaktivität um bis zu 76% abnahm, wenn die Schüler bei beruhigendem Licht eine Mathematikaufgabe lösen sollten.“
Vereinbart wurde, den Dialog in den nächsten Wochen zu intensivieren und vor allem zu versuchen, bei künftigen SHS Beratungen diesen Bereich der „Wohngesundheit“ wesentlich zu berücksichtigen.
Weitere Informationen sind erhältlich unter beratung@sentinel-haus-stiftung.eu
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen veranstaltet am Montag, 28. November 2011, 13.00 – 17.15 Uhr im Landtag Nordrhein-Westfalen, Raum E1 D 05 eine Informationsveranstaltung zur Wohngesundheit und Innenraumhygiene. Es freut mich sehr, dass Christine Overath und ich als Referenten die Veranstaltung unterstützen dürfen!
Einladung 111128-Luft
Eine fachlich umfassend begründete parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Univ. Prof. Dr. Grünewald bezüglich einer Anerkennung von Umweltkrankheiten wie MCS in Österreich ist mit nahezu monotonen alten Argumenten vom Gesundheitsminister Alois Stöger “abgeschmettert” worden. Namhafte Mediziner in Österreich sprechen inzwischen bereits von einer “politischen” Krankheit MCS, deren Anerkennung von starken “Lobbygruppen” verhindert wird.
Links zur Anfrage m Antrag und zur “Antwort”
Vor allem die lapidare Beantwortung der Frage 5: ” Gibt es Informationen über die Zahl der betroffenen Menschen (MCS, CFS) in Österreich? Wenn ja, bitte um Aufschlüsselung nach politischen Bezirken. Wenn nein, warum nicht?”
“eine konkrete und seriöse Anzahl von betroffenen Menschen in Österreich kann nicht festgestellt werden”.
beweist, dass aktuell gar nicht Interesse daran besteht, auch in nächster Zeit Zahlen zur tatsächlichen Verbreitung von MCS zu ermitteln.
Vom 7. bis zum 9. Oktober veranstaltet das SHI gemeinsam mit zahlreichen Partnern groß angelegte Informationsveranstaltungen zum wohngesunden Bauen. Ort ist das Projekt “Französische Gärten” in Tegel.
Anlass ist der Bau von 44 Doppel- und Reihenhäusern, in denen zahlreiche Partnerprodukte – allen voran die klimaPOR-Fertigelemente von H + L sowie Putze und Farben von Baumit zum Einsatz kommen. In einem Zelt, sowie einem eigens ausgestatteten Haus werden sich neben klimaPOR und Baumit zahlreiche Partner präsentieren: Kneer Südfenster, Claytec, Meltem Wärmerückgewinnung, Bauwerk Parkett, Jeld-Wen Deutschland, Fermacell, pro clima und die BHV Vertriebsmanagement GmbH (Bauträger).
Das Programm ist reichhaltig: Am 7.Oktober eröffnet eine geschlossene Veranstaltung für Vertreter von Partnerunternehmen, Entscheider und Investoren den Reigen. Am Samstag sind Fachjournalisten zu Gast, die zur Jubiläumsveranstaltung des Arbeitskreises Baufachpresse in der Hauptstadt weilen. Im Anschluss ist die Baustelle für die interessierte Öffentlichkeit wie angehende Bauherren geöffnet.
Geboten werden neben einem Rundgang durch die mit Informationstafeln bestückte Baustelle aktuelle Informationen zum sicheren, wohngesunden Bauen. Koordinator und Ansprechpartner für Fragen ist in der Geschäftsstelle in Freiburg Marc Schuh, vor Ort koordiniert das SHI-Büro Berlin um Regionalberater Günter Beierke die Aktion.
Anmelden können Sie sich kostenlos mit diesem Flyer:
Das Thema Wohngesundheit spielt nicht erst seit gestern eine Rolle, das dürfte nicht weiter verwundern. Schon im Jahr 2000 hat das Magazin Businessweek in den USA einen Artikel veröffentlicht, der schon damals die Notwendigkeit von mehr Kontrolle beim Bau in Sachen Schadstoffemissionen offenlegt. „Is Your Office Killing You?“ (dt.: „Bringt Ihr Büro Sie um?“) fragte die Autorin Michelle Conlin damals und beschreibt in alarmierenden Details, wie viele Büroräume in den USA, die aus ökonomischen Gründen klein und billig ausfielen, die Angestellten vor besondere gesundheitliche Herausforderungen stellten.
Die Fakten, die der Artikel nennt, sind auf eine traurige Art und Weise eindrucksvoll: Die WHO schätze, dass einer von drei Arbeitnehmern an seinem Arbeitsplatz krankmachenden Faktoren ausgesetzt sei. Bis zum Erscheinungsjahr des Artikels gab es in den USA noch keinerlei bundesstaatliche Richtlinien für Schadstoffwerte am Arbeitsplatz. Laut einer Studie hätten zu diesem Zeitpunkt US-Firmen 58 Mio. Dollar jährlich durch präventive Baumaßnahmen und 200 Mio. Dollar durch die mit guter Innenraumluft zusammenhängende Verbesserung der Arbeitsleistung der Mitarbeiter, d.h. durch die Bereitstellung von Büros mit gesunder Innenraumluft, sparen können. Die Anzahl von Menschen mit Krankheiten, die durch schlechte Raumluft verursacht werden, steige immer weiter, schrieb Conlin damals. (more…)